MMA

Chris Weidman: Interimstitel wäre "recht bescheuert"

UFC-Mittelgewichtschampion Chris Weidman hat seinen Titel bisher zwei Mal verteidigt (Foto: Zuffa LLC).

Nach Terminen im Juli und Dezember 2014 ist für den mit Spannung erwarteten Mittelgewichtstitelkampf zwischen Chris Weidman und Vitor Belfort vor Kurzem auch ein angepeiltes Datum im Februar 2015 ausgefallen. Eine Rippenverletzung wird Weidman bis zu zwei Monate lang von den Matten fernhalten, und angesichts dieses Zeitfensters ist der amtierende Champion kein Fan der Idee, zwischenzeitlich einen Interimstitel auszurufen.

Weidman war am Montag im amerikanischen Podcast „The MMA Hour“ zugeschaltet und wunderte sich über den von Belfort vorgebrachten Vorschlag, bei UFC 184 am 28. Februar anstatt gegen Weidman gegen ein anderes Mittelgewicht um einen Interims-Gürtel anzutreten.

„Ich finde diese Idee recht bescheuert. Ich dachte nur: Warte mal, Anthony Pettis war ein Jahr lang außer Gefecht. Johny Hendricks für neun Monate oder so. Cain Velasquez, da haben sie gerade einen Interimstitel eingeführt, aber er hat wie lange nicht gekämpft? Eineinhalb Jahre lang?“

Abgesehen von der zeitlichen Differenz stört Weidman vor allem, dass ein Interims-Titel für ihn selbst seiner Meinung nach mehr Nach- als Vorteile bringen würde:

„Es ist ein Weg, um die Leute für so einen (Interims-) Kampf in Stimmung zu bringen. Es ist eben ein Gürtel, und dann kann man anschließend einen Kampf Champion vs. Champion machen. Ich verstehe also die geschäftliche Seite. Es ist nur blöd, dass es mich trifft (…).“

Ob Belfort tatsächlich Ende Februar in Los Angeles, wie die Gerüchteküche behauptet, auf Gegard Mousasi treffen wird, ist noch völlig unklar. Mit fortschreitender Zeit jedoch dürfte dieser Kampf zunehmend unwahrscheinlicher werden, was wohl in Weidmans Interesse ist: „Wenn sie (…) bei UFC 184 kämpfen, wann wird dann Vitor, oder wer auch immer diesen Kampf gewinnt, bereit für den nächsten Kampf sein? Derjenige wird noch mal vier oder fünf Monate brauchen, ich wäre in diesem Fall also ewig außen vor. Und dann stell dir mal vor, einer von denen verletzt sich oder ich verletze mich.“

Tatsächlich könnte ein Interims-Titel für Weidman eine lange Pause bedeuten: Der 30-Jährige stand zum letzten Mal im vergangenen Juli gegen Lyoto Machida im Octagon und könnte – falls seine Vorhersage Wirklichkeit werden sollte – bei seiner nächsten Titelverteidigung eine knapp einjährige Pause hinter sich haben. Das würde sich ganz und gar nicht mit Weidmans Karriereplänen vereinbaren lassen:

„Ich will ein Champion sein, der gegen so viele Leute wie möglich kämpft. Ich will diese Gewichtsklasse dominieren. Ich will ein paar Super-Fights, und dann bin ich weg hier. Ich werde gegen niemanden verlieren (…). Mir liegen ein paar Steine im Weg, aber ich bin auf einer Mission unterwegs und ich bin noch lange nicht fertig.“