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Chael Sonnen wegen Geldwäsche angeklagt

Sonnen vor einer erneuten Niederlage? (Foto via lettherebefight.blogspot.com)

UFC Mittelgewichtler Chael Sonnen, der derzeit eine Suspendierung aufgrund von leistungssteigernden Substanzen verbüßt, steckt erneut in Schwierigkeiten. Sonnen bekannte sich gestern vor dem Bundesgerichtshof schuldig, Geldwäsche bei seiner Immobilienmaklertätigkeit im Jahre 2006 betrieben zu haben.

Sonnen hat sich inzwischen beim Bezirksstaatsanwalt schuldig bekannt.  Als mildeste Variante würden ihm 10.000 US-Dollar Strafe aufgebrummt werden, noch dazu wird er seine Maklerlizenz abtreten, um dafür zwei Jahre auf Bewährung bekommen. Im Härtefall könnte Sonnen jedoch bis zu 20 Jahre Haft bei einer Höchststrafe von 500.000 US-Dollar erwarten.

Das Ergebnis der Verhandlung wird am 28. März verkündet, zehn Tage nachdem Sonnen gegen Yoshihiro Akiyama bei UFC 128 hätte kämpfen sollen.

Amerikanischen Medien zufolge agierte Chael Sonnen im Jahr 2006 als Immobilienmakler eines Hauses in Portland und fälschte dabei einen Brief, der eine Zahlung der Rechtstitelversicherung über 69.091 US-Dollar für Reparaturen einer Sanitärfirma forderte, obwohl keine Reparaturen nötig waren. Als der Kredit finanziert wurde, den Sonnen bekam, setzte er einen 65.000 US-Dollar Bonus auf den Hauskauf ein, mit dem Geld aus dem Kredit, um den Hausverkauf schmackhaft zu machen.

Als ob Sonnen nun nicht genug Probleme auf seinen Schultern trägt, die ihn immer weiter in die Knie zwingen, wurde sein UFC-Vertrag auf Eis gelegt. UFC-Präsident Dana White sprach diesbezüglich mit den Kollegen von TMZ: "Der Vertrag wird stillgelegt, bis Sonnen sein Privatleben in den Griff bekommt. Ich werde Sonnen nach Möglichkeit unterstützen und würde mir wünschen, ihn bald wieder im Octagon zu sehen. Das Privatleben geht vor. Wenn das geregelt ist, dann kann Sonnen sich Gedanken um seine UFC-Karriere machen. Ich hoffe es gelingt ihm." Der Kampf gegen Akiyama wird somit nicht stattfinden.