MMA

Burt Watson verlässt die UFC

Burt Watson heizt vor dem Wiegen den Fans ein (Foto: Florian Sädler).

Beinahe eineinhalb Jahrzehnte lang lag die Verantwortung für den reibungslosen Backstage-Ablauf sämtlicher UFC-Events in den Händen eines einzigen Mannes: Burt Watson kümmerte sich um alle großen und kleinen Sorgen der Kämpfer, überwachte ihre Gewichtscuts, organisierte Flughafentransfers, besorgte die richtige Handschuh-Größe und rief sie am Kampfabend mit seinem patentierten Schlachtruf "We rollllin!" zum Octagon. Damit ist nun Schluss, wie Watson am Dienstag per Twitter verkündete.

Gerüchte über Watsons Trennung von der UFC machten erstmalig am vergangenen Wochenende die Runde, als Watson angeblich das Staples Center in Los Angeles verließ, in dem gerade UFC 184 in vollem Gange war. Die Spekulationen reichten von Krankheit bis hin zu einem Streit über Mark Munoz' Gewichtscut, offiziell gemacht wurden jedoch weder die Gründe noch Watsons Abgang selbst.

Nun hat Watson selbst via Twitter bestätigt, dass UFC 184 der letzte Event gewesen sein wird, den er für die Promotion koordiniert hat: "Nach 14 unglaublichen Jahren habe ich mich dazu entschieden, zur Seite zu treten. Danke, Dana White (und) Lorenzo Fertitta (...)." Gründe für das Ende der Zusammenarbeit nannte Watson allerdings ebenfalls nicht – ob der Dank an die UFC-Chefetage nur rein obligatorisch war oder man sich in gegenseitigem Einverständnis getrennet hat, muss sich also noch zeigen. In einem Interview mit Groundandpound aus dem vergangenen Jahr jedenfalls bekräftigte Watson noch den Spaß an seiner Arbeit, trotz seines fortgeschrittenen Alters: "Es müsste schon etwas in meinem privaten Leben vorfallen, um nicht mehr zu den Events zu gehen. Oder wenn ich einfach müde werden würde."

Ob Watsons Abgang also seinem Ruhestand gleichkommt, ob es tatsächlich Streit mit UFC-Offiziellen gegeben hat oder gänzlich andere Gründe verantwortlich sind, bleibt abzuwarten.