MMA

Bellator 124: Newton mit spektakulärem K.o.-Sieg

Emanuel Newton und Liam McGeary (links oben bzw. unten), die Sieger vom Freitag, werden sich demnächst im Käfig gegenüberstehen. (Foto: Bellator MMA)

Am Freitag veranstaltete Bellator MMA sein 124. Event. In der Compuware Arena im Plymouth Township im Bundesstaat Michigan setzte Halbschwergewichtschampion Emanuel Newton seinen Gürtel gegen Joey Beltran aufs Spiel, der zwar mit nur einem Sieg in seinen letzten fünf Kämpfen in das Duell ging, dank seines offensiven Kampfstils aber stets eine Bedrohung darstellt.

Newton ließ letztendlich dennoch den wichtigsten Sieg seiner Karriere gegen Muhammed „King Mo“ Lawal wiederaufleben, den er im vergangenen November mit einer Spinning Back Fist K.o. schlug, womit er sich den Interims-Titelgürtel sicherte. Gegen Beltran gelang ihm am Freitag das gleiche seltene Kunststück – nachdem ein gewohnt aggressiver „Mexicutioner“ zunächst Erfolg mit seinen Fäusten hatte, drehte Newton den Kampf mit der perfekt getimten Technik in einem Sekundenbruchteil um und ließ den ehemals für seine überaus beachtlichen Nehmerfähigkeiten bekannten Herausforderer bewusstlos auf die Bretter gehen.

Zuvor hat sich mit dem Briten Liam McGeary gleich der nächste Herausforderer auf Newtons Gürtel präsentiert – fünf Kämpfe hatte der 31-Jährige zuvor bereits im Bellator-Käfig innnerhalb der ersten fünf Minuten gewonnen und am Freitag folgte gegen Kelly Anundson der sechste Erstrundensieg. Zu Beginn des Kampfes sah es dagegen noch so aus, als ob dieses Duell McGeary deutlich mehr abverlangen würde als seine bisherigen schnellen Siege – der frühe Takedown Anundsons entpuppte sich kurz vor Ende der Runde dann jedoch ironischerweise als sein Untergang, als McGeary es schaffte, einen umgedrehten Triangle Choke anzusetzen, in dem sein Gegner abklopfen musste.

Im zweiten Kampf des Hauptprogramms fuhr L.C. Davis seinen zweiten Sieg bei Bellator ein, nachdem er im März sein Debüt mit einem Erstrundensieg feierte. Gegen den Nova Uniao-Kämpfer Zeilton Rodrigues gelang ihm zwar am Freitag kein vorzeitiger Sieg, nach drei Runden voller Positionskontrolle am Boden gab es jedoch keinerlei Zweifel, an wen die Punktentscheidung gehen würde.

Im Leichtgewicht kehrte Ryan Couture zum ersten Mal seit seiner Entlassung aus der UFC auf die große Bühne zurück – der Sohn von Randy Couture hatte in diesem Jahr bereits zwei Aufgabe-Siege in kleineren Organisationen eingefahren und führte diese Serie nun auch bei Bellator fort – der extrem kurzfristig eingesprungene Tom Bagnasco, der gestern das Gewichtslimit um knapp ein Kilo verpasst hatte, konnte Couture am Boden nichts entgegensetzen und musste nach drei Minuten im Rear Naked Choke abklopfen.


Titelkampf im Halbschwergewicht
Emanuel Newton (c) bes. Joey Beltran via K.o. (Spinning Back Fist) nach 3:07 Min. in Runde 3

Liam McGeary bes. Kelly Anundson via Aufgabe (umgedrehter Triangle Choke) nach 4:47 Min. In Runde 1
L.C. Davis bes. Zeilton Rodrigues einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Ryan Couture bes. Tom Bagnasco via Aufgabe (Rear Naked Choke) nach 3:01 Min. in Runde 1

Adrian Hadribeaj bes. Michael Hamida geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Sabah Homasi bes. Eric Moon via Aufgabe (Guillotine Choke) nach 1:07 Min. in Runde 2
Michael Hernandez bes. Thomas Vasquez einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 29:28)
LeRoy Johnson bes. Adirna Henderson geteilt nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Jason Fischer bes. Tony Hervey einstimmig nach Punkten (30:26, 30:26, 30:26)
Eric Ramirez bes. Cortez Phelia via Aufgabe (Guillotine Choke) nach 0:38 Min. in Runde 3
Ben Reiter bes. Shamir Garcia einstimmig nach Punkten