MMA

Barjamaj vs. Turek fällt flach

Dritan Barjamaj schaut optimistisch in die Zukunft (Foto: Elias Stefanescu / groundandpound.de)

Dritan Barjamaj vs. Gerald Turek - es sollte die Paarung im MMA-Sport sein, auf die nicht nur die Kampfsportfans in Österreich schon lange gewartet haben. Mittlerweile wissen wir: Sie werden auch noch länger darauf warten müssen.

Tatort ist die Sporthalle in Leonding (bei Linz) am vergangenen Samstag. Im Ring standen sich Dritan "The Furious" Barjamaj (Thaikibo) und Ruben "The Viking" Wolf (MAG-MMA Team) gegenüber. Was ein letzter Härtetest für Barjamaj vor dem Kampf gegen Gerald Turek werden sollte, entwickelt sich zum Albtraum für den Linzer Lokalmatador. Da stand am Ende die Niederlage durch einen Triangle Choke und was noch viel schlimmer gewesen sein dürfte, war die Tatsache, dass sich Barjamaj bei diesem Kampf beide Hände gebrochen hat.

"Zuerst einmal alle Achtung an Ruben Wolf. Der hat den Kampf gewonnen und ich hoffe, dass er mir das Rematch geben wird", so Barjamaj gegenüber Groundandpound.de. "Viel mehr ärgere ich mich darüber, die falschen Handschuhe für den Kampf genommen zu haben. Man muss sich nur mal den Kampf anschauen und ich glaube die Bilder sagen dann auch schon alles. Ich bin so angefressen, das kannst du dir nicht vorstellen."
So sahen Barjamaj`s Hände nach dem Kampf aus. (Foto: Dritan Barjamaj)

"Als ich dann Samstagnacht beim Arzt in der Klinik war, sagte er mir, dass ich Glück im Unglück hatte und es keine Absplitterungen gab und ich daher auch nicht operiert werden muss. Somit wird der Heilungsprozess auch hoffentlich schneller verlaufen. Auch wenn ich momentan beide Hände in Gips habe. Den Gips werde ich noch gut sechs Wochen tragen müssen. Danach heißt es noch mal weitere sechs Wochen ohne Handschuhe, bevor ich wieder mit dem Training beginnen kann."

Wer Barjamaj jetzt abgeschrieben hat, der sieht sich gewaltig getäuscht. "Klar hätte ich den Kampf gegen Gerald Turek gerne gemacht, keine Frage. Für den Moment sollte es halt eben nicht sein. Doch wenn die Verletzung wieder verheilt ist, dann knöpfe ich mir alle beide vor (Wolf und Turek, Anm. d. Red.). Dabei ist es mir egal, wer zuerst von beiden kommt.", so Barjamaj weiter gegenüber Groundandpound.de

Geht es also nach dem Willen von Dritan Barjamaj, würde dem Kampf nach überstandener Verletzung auch weiterhin nichts im Wege stehen. Ob das Gerald Turek auch so sieht?