MMA

Antonio Silva vor erneuter Tumoroperation

Antonio "Bigfoot" Silva. (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

UFC-Veteran Antonio Silva muss erneut unters Messer. Nachdem sich „Bigfoot“ in diesem Jahr bereits einer Schulter-Operation unterzog, folgt nun eine erneute Entfernung eines Tumors an der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse).

Dieser Tumor wurde beim Brasilianer zwar in der Vergangenheit behandelt, muss offenbar dennoch erneut operativ entfernt werden. Die Hypophyse reguliert im Gehirn die Freisetzung von Hormonen und damit Vorgänge wie Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel.

Durch den Tumor erfolgt eine Überproduktion, was einen Wachstumshormonüberschuss mit sich bringt und typischerweise in einer Zunahme der Größe von Händen und Füßen (Akromegalie) führt. Tumore in dem Bereich können zudem auf die Sehnerven drücken, was zu erheblichen Sehstörungen führt. Unbehandelt ist eine Erblindung die Folge.

„Nach meinem nächsten Kampf werde ich mich wieder operieren lassen“, erklärte das 34-jährige Schwergewicht. „Vier oder sechs Wochen nach dem Eingriff kann ich wahrscheinlich wieder mit dem Training anfangen. Ich muss mich dieser OP unterziehen, weil ich kein TRT (Testostern-Ersatztherapie) nutzen darf.“

Silva, der an Akromegalie leidet, bediente sich der Testostern-Ersatztherapie im letzten Kampf gegen Mark Hunt, im Dezember 2013, fiel jedoch aufgrund zu hoher Testosteronwerte durch den Dopingtest und ist bis zum 7. September dieses Jahres gesperrt.

Der Athlet, der beim Team Nogueira sowie American Top Team trainiert, strebt ein Comeback bei der UFC Fight Night in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, am 13. September an. Von offizieller Seite ist dies noch nicht bestätigt.