MMA

Anthony Njokuani ist bereit für UFC Halifax

Anthony Njokuani freut sich auf das Duell mit Standspezialist Daron Cruickshank (Foto: Florian Sädler/Groundandpound.de).

Anthony Njokuani hat ein Problem – seit seinem UFC-Debüt im März 2011 hat der Thaibox-Spezialist mit frustrierender Regelmäßigkeit je einen Kampf gewonnen und dann den nächsten verloren. Am Samstag wird er im kanadischen Halifax auf Daron Cruickshank treffen und braucht gegen den „Detroit Superstar“ wohl einen Sieg, um auch weiterhin ein Teil der UFC zu bleiben.

„Ich weiß wirklich nicht, woran das liegt. Anscheinend mag die Glücksfee mich nicht“ lacht Njokuani als Antwort auf die Frage nach eben jener Pechsträhne, während der er zuletzt im Mai gegen Vinc Pichel verloren hat. „Wenn du verlierst, spornt dich das immer dazu an, härter zu arbeiten. Du analysierst dich selbst und was im Kampf falsch gelaufen ist.“ Teil der Antwort auf die regelmäßigen Rückschläge war die Verpflichtung eines ehemaligen UFC-Titelherausforderers und Ringer-Experten als neuen Trainer, der Njokuani bisher ansehnlich weiterhelfen konnte: „Jon Fitch ist seit Kurzem Teil unseres Teams, als Trainer fürs Ringen und MMA. Wir haben uns alle seitdem ziemlich verbessert und unser Team hat gerade eine Siegesserie.“

Auf diesen Zug will nun auch Njokuani wieder aufspringen, damit er sich in naher Zukunft wieder höhere Ziele als den Verbleib im UFC-Kader setzen kann: „Ich will nach diesem Sieg hier einfach noch mehr Kämpfe gewinnen – sechs nacheinander, um dann an der Top Ten zu klopfen.“

Eine einfache Aufgabe hat „The Assassin“ am Samstag aber nicht – mit Daron Cruickshank wird ihm an der kanadischen Atlantikküste ein weiterer versierter Standkämpfer gegenüberstehen, der in diesem Jahr bereits Mike Rio und Erik Koch per Headkick ausgeknockt hat, bevor seine Siegesserie im Juli von Jorge Masvidal durch Punktentscheid beendet wurde: „Natürlich spüre ich Druck, ich will auf jeden Fall gewinnen, aber im Prinzip ist es einfach ein weiterer Kampf“, gibt sich Njokuani gelassen. „Ich bin jetzt seit fast 20 Jahren Teil dieses Sports und habe gegen sie alle gekämpft – Ringer, Standkämpfer und so weiter. Er ist aber ein sehr guter Kämpfer.

„Ich freue mich darauf, mit ihm im Stand die Fetzen fliegen zu lassen und hoffe, dass er das genauso sieht. Wenn es auf den Boden gehen sollte, bin ich aber ebenfalls vorbereitet. Ich habe mir den Arsch aufgerissen für diesen Kampf.“ Das hört sich vielversprechend an – Njokuani jedenfalls rät jedem, den über den UFC Fight Pass übertragenen Kampf auf keinen Fall zu verpassen: „Die Fans sollten einschalten, weil ich ein Feuerwerk zünden werde!“