MMA

„An die Spitze kommen oder bei dem Versuch sterben“

John Makdessi beim Training für UFC 186 (Foto: Florian Sädler).

UFC 186 ist innerhalb weniger Wochen vom Blockbuster-Event zur Lückenfüller-Show geworden. Absagen von T.J. Dillashaw, Renan Barao, Rory MacDonald, Hector Lombard und Quinton Jackson dürften der UFC an der Kasse einen herben Schlag verpassen, einige wenige aber haben von den Änderungen im Programm profitiert: John Makdessi ist einer dieser Kämpfer, deren Namen regelmäßige UFC-Zuschauer beim Blick auf die Fight Card zwar wiedererkennen, die aber nie wirklich den Durchbruch zu größerer Bekanntheit geschafft haben.

Am Samstag wird der  Kickbox-, Karate- und Taekwondo-Experte zum ersten Mal seit einer umstrittenen Punktniederlage gegen Alan Patrick im Februar 2014 ins Octagon zurückkehren, und das dank der monströsen Verletzungswelle erstmalig auf dem Hauptprogramm. Nach Siegen in fünf von acht UFC-Kämpfen, u.a. gegen Daron Cruickshank und Sam Stout, ist Makdessi momentan nichts wichtiger, als am kurzfristig für Abel Trujillo eingesprungenen Debütanten Shane Campbell ein möglichst spektakuläres Exempel zu statuieren.

Wir begleiten den Kanadier mit libanesischen Wurzeln exklusiv während der Fight Week in den letzten Tagen vor dem wichtigsten Kampf seiner Karriere.

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In weniger als einer Woche werde ich endlich wieder ins Octagon steigen, zum ersten Mal seit über einem Jahr. Ich bin top motiviert – um ehrlich zu sein, war ich noch nie so heiß auf einen Kampf wie auf diesen. Das harte Training ist vorbei, die letzte harte Einheit habe ich gerade hinter mich gebracht und ich fühle mich großartig. Heute im Sparring habe ich mit Leuten trainiert, die viel größer sind als ich und ich habe sie in den Rückwärtsgang gezwungen.

Ich freue mich auch sehr darüber, dass ich wieder in Montreal kämpfen kann, meiner Heimatstadt. Es ist zwar ärgerlich, dass Abel Trujillo so kurz vor dem Kampf abgesagt hat, ein wahrer Champion kann sich aber an alles und jeden anpassen. An dem Punkt, an dem ich in meiner Karriere aktuell stehe, muss ich ohnehin jeden Kampf annehmen, den die UFC mir gibt. Shane Campbell ist ein hochkarätiger Gegner und ein sehr gefährlicher Kämpfer. Er ist ein Thaibox-Champion und auch ganz abgesehen davon nehme ich jeden ernst, der in diesen Käfig steigt. Ich will gegen die Besten kämpfen, um der Beste zu werden. Ich will in den Rankings nach oben kommen, ich will im Gespräch um einen Titelkampf sein. Der Sprung an die Spitze ist mein ultimatives Ziel und ich werde notfalls bei dem Versuch sterben, es zu erreichen.

Ich habe in der Vergangenheit schon bewiesen, dass mein Kampfstil für spannende Kämpfe sorgt. Wenn mein Gegner sich auf einen Kampf einlässt, dann wird es eine tolle Show werden. Shane Campbell ist glücklicherweise niemand, der nach jedem Schlag gleich wieder auf Distanz geht. Er wird sich mit mir Schlagabtausche liefern und nicht andauernd zurückrudern und deshalb bin ich mir sicher, dass es ein unterhaltsamer Kampf werden wird. Zum Tanzen braucht man einen Tanzpartner, das geht nicht alleine. Mein Kampfstil ist genau so aggressiv wie seiner – es wird also richtig knallen.



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"Getting to the top or die trying"
Our UFC 186 fight week blog with John Makdessi.

Within a couple of weeks, UFC 186 turned from blockbuster show to fill-in event. Big names such as T.J. Dillashaw, Renan Barao, Rory MacDonald and Hector Lombard being pulled from their fights one after another is surely going to hurt the UFC at the box office but for a few people, these changes have actually been a good thing: John Makdessi is one of these fighters that UFC fans will recognize on a fight card but who has never made it to bigger international popularity.

On Saturday, the Kickboxing, Karate and Taekwondo expert will step into the Octagon for the first time since a controversial decision loss against Alan Patrick in February of 2014. After a bunch of big names were pulled from the Montreal show, he is set to appear on the main card for the first time in his UFC career which kicked off back in 2010. After winning five of eight bouts in the UFC, with Daron Cruickshank and Sam Stout being his two most recognizable victories, Makdessi is now focussed on making an example out of late notice replacement Shane Campbell to prove that he belongs just in this spot.

We are following the Tristar fighter around in the last days before the biggest fight of his career.

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Less than a week from now, I’ll finally be back in the Octagon – for the first time in more than a year. I’m super motivated – to be honest, I’ve never been so hungry for a fight. The hard training is over, I just finished my last hart session and I feel great. I sparred with people who are much bigger than me and I’ve been able to back them up.

I’m also very happy that I’m fighting in my hometown of Montreal again. It’s frustrating that Abel Trujillo was pulled on such short notice but a true champion can adapt to everything and everybody. At this stage in my career, I have to accept everyone the UFC puts in front of me. Shane Campbell is a very good opponent and a dangerous fighter. He’s a Thaiboxing Champion, and I respect everyone who steps into this cage. I want to fight the best to become the best. I want to get ahead and make progress and be in talks for a title fight. The jump to the top is my ultimate goal and I’m going to reach it or I’m going to die trying.

I’ve proven in the past that my fighting style makes for exciting fights. If my opponent is up for a fight, it’ll be a great show. Luckily, Shane Campbell is not one of these guys who steps back after every punch. He’ll stay in the pocket and not run away all the time and that’s why I truly believe that this is going to be an entertaining fight. You need a partner to dance, you can’t do that alone. My fighting style is aggressive and so is his, so it’s going to be fireworks.