MMA

Aller guten Dinge sind drei - UFC Fight Night 44

UFC Fight Night 44 (Foto: Zuffa LLC).

Als das Octagon in Auckland gerade ein paar Stunden abgebaut war, wurden im AT&T Center im texanischen San Antonio schon wieder die Scheinwerfer eingeschaltet – auch auf der anderen Seite der Welt gab es am Wochenende einiges an Action zu bestaunen, und auch hier haben sich einige Kämpfer mit imposanten Siegen hervorgetan.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends:

Cub Swanson
Sein sechster aufeinanderfolgender Sieg könnte Cub Swanson endlich den lang ersehnten Titelkampf eingebracht haben, und obwohl er 2009 von José Aldo nach nur acht Sekunden mit einem doppelten eingesprungenen Kniestoß hart auf die Bretter geschickt wurde, sollte das Interesse an einem Rückkampf mittlerweile da sein.

Swanson hat das Momentum, die Fan-Unterstützung und die nötigen Siege, um einen Titelkampf mehr als rechtfertigen zu können. Dennis Siver, Jeremy Stephens oder Dustin Poirier – viel mehr gibt es nicht zwischen diesen Kämpfern und der Spitze des Federgewichts, und nach imposanten Siegen gegen solche Namen wird Swanson aller Voraussicht nach der nächste sein, der den Sprung zum Titelkampf machen wird. Da Aldo und Chad Mendes in wenigen Wochen gegeneinander antreten werden, würde auch das Timing für Swansons Titelchance Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres passen.

Ray Borg
Als Ray Borg im April nach einem kurzfristig angenommenen Kampf eine umstrittene Punktentscheidung an Dustin Ortiz abgab, waren sich Fans und Medien einig: dieser 20-Jährige würde in Zukunft noch für einige offene Münder sorgen. Nach der Enttäuschung im ersten Anlauf hat Borg nun gezeigt, dass das Lob gerechtfertigt war, als er Shane Howell in der ersten Runde per Rear Naked Choke Schlafen schickte.

Fünf seiner sieben Profi-Kämpfe und alle vier seiner Amateur-Duelle hat Borg auf der Matte beendet, und angesichts seines Alters ist unschwer zu erkennen, dass der „Tazmexican Devil“ das Potential hat, es in der sich immer noch entwickelnden Fliegengewichtsklasse zu etwas zu bringen. Neben ihm gibt es in der momentan leichtesten Gewichtsklasse der UFC noch eine Reihe anderer aufstrebender Talente, wie Ortiz, Justin Scoggins oder Zach Makovsky, und Borg wird in nicht allzu ferner Zukunft gegen genau solche Leute antreten. Dass er dieses Level hat, hat er mit dem ultraknappen Duell mit Ortiz bereits gezeigt, nun muss er dafür sorgen, dass es am Ende des Kampfes sein Name ist, der von Bruce Buffer ausgerufen wird.

Oleksiy Oliynyk
In Zeiten von über 50 UFC-Events pro Jahr bekommen manche Kämpfer schon mit einer handvoll Profi-Kämpfen ihre Chance im Octagon. Umso seltener passiert es, dass jemand in seinem 59. Kampf zum ersten Mal einen Fuß in den Käfig der UFC setzt, und das im Alter von 37 Jahren. Oleksiy Oliynyk hat genau das getan und das berühmte Achteck obendrein nur wenige Minuten später bereits als Sieger wieder verlassen.

Neun aufeinanderfolgende Siege in den letzten zwei Jahren, u.a. gegen Jeff Monson und Mirko CroCop, haben dem alternden Veteranen seine Chance in der UFC eingebracht, und mit seinem Erstrunden-Sieg gegen Anthony Hamilton hat er das Beste aus dieser Chance gemacht. Das war auch Pflicht, denn mit 37 Jahren rennt der „Boa Constrictor“ langsam die Zeit davon. Zeit genug für einige spannende Kämpfe bleibt allerdings noch, z.B. gegen Brendan Schaub, der zuletzt gegen Andrei Arlovski verloren hat. Im nicht allzu stark besetzten Schwergewicht ist der Weg vom unteren Ende der Ranglisten bis in deren Mittelfeld nicht allzu weit, und gegen Oliynyk würde der BJJ-Liebhaber Schaub eine willkommene Herausforderung bekommen, während Oliynyk austesten könnte, wie weit er es in der UFC noch bringen kann.