MMA

Aller guten Dinge sind drei - UFC Fight Night 43

UFC Fight Night 43 (Foto: Zuffa LLC).

Gleich zwei Mal wurde das Octagon am Wochenende aufgebaut, und zwar so weit voneinander entfernt, wie es unser Planet nur möglich macht. In der ersten der beiden UFC Fight Nights vom Samstag ging es in Neuseeland zur Sache, genauer gesagt in Auckland.

Obwohl dort kaum bekannte Namen auf dem Programm standen, konnten einige Kämpfer mit beeindruckenden, vorzeitigen Siegen auf sich aufmerksam machen. Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Nate Marquardt
Im Oktober 2013 schien Nate Marquardt in der Versenkung zu verschwinden, als er nach Niederlagen gegen Tarec Saffiedine und Jake Ellenberger von Hector Lombard spektakulär ausgeknockt wurde. Acht Monate lang hat man nichts vom ehemaligen Strikeforce-Champion und UFC-Titelherausforderer gehört, bevor er am vergangenen Samstag mit einem überzeugenden Aufgabe-Sieg gegen den Lokalmatadoren James Te-Huna eine überaus erfolgreiche Rückkehr in den Käfig und in seine alte Gewichtsklasse feiern konnte.

Marquardt gab an, der harte Gewichtsverlust für das Weltergewichtslimit hätte ihn in seinem Training beeinträchtigt und dass er sich im Mittelgewicht um einiges wohler fühle – und das hat man am Wochenende gesehen. Für ihn stellt sich nun die Frage, ob ihm wegen seines immer noch ziemlich bekannten Namens gleich wieder ein Top-Gegner vor die Fäuste gestellt wird. Für dieses Szenario gibt es momentan kaum passende Gegner ohne Kampf, daher wird es vermutlich jemand wie CB Dollaway oder Yoel Romero werden, die zuletzt ansehnlichen Erfolg hatten und daher selbst einen bekannten Gegner verdienen – ein Kampf gegen „The Great“ würde entweder Marquardt einen soliden Sieg einbringen, auf den man in der PR-Abteilung aufbauen könnte, oder aber Dollaway bzw. Romero mit einem prestigeträchtigen Namen im Resümee den benötigten Durchbruch verschaffen.

Charles Oliveira
Charles Oliveira sah aus wie der nächste große Star, als er 2010 das UFC-Leichtgewicht mit zwei brillanten Aufgabe-Siegen innerhalb weniger Wochen stürmte. Seitdem ist viel passiert, und zwischenzeitlich sah es so aus, als würde „do Bronx“ bald wieder zurück in die regionale brasilianische Szene geschickt werden. Am Samstag jedoch fuhr der erst 24-Jährige seinen zweiten Aufgabe-Sieg in diesem Jahr ein, als er Hatsu Hioki per Anaconda Choke zum Abklopfen zwang, nachdem bereits Andy Ogle im Februar gegen ihn aufgeben musste.

Dieser Sieg ist besonders beeindruckend, da Hioki – ein Profi seit 2002 – bisher in 36 Kämpfen noch nie vorzeitig besiegt wurde. Vier seiner letzten sechs Kämpfe hat Oliveira damit nun vorzeitig auf der Matte beendet und im gleichen Zeitraum vier Bonus-Awards eingestrichen. In den verlorenen Kampf gegen Cub Swanson ging er verletzt und die einzige andere Niederlage dieses Zeitraums kam gegen Frankie Edgar zustande. Wenn Oliveira die Form der letzten sechs Monate beibehalten kann, könnte das Jahr 2014 ein voller Erfolg für „do Bronx“ werden und ihn zurück in die Top Ten befördern. Ein Gegner, der diesen Zweck erfüllen würde, wäre Ricardo Lamas, der am selben Tag einen Sieg gegen Hacran Dias einfahren konnte.

Dan Hooker
Dana White liebt es, wenn Kämpfer ihn solange mit Kampfvorschlägen nerven, bis sie schlussendlich ihren Willen bekommen. Ein ähnliches Rezept hat nun auch für Neuseelands Dan Hooker zum Erfolg geführt. Der in Auckland lebende 24-Jährige wusste, dass er Talent hat und wollte es in der UFC unter Beweis stellen – ein paar Wochen und eine unnachgiebige Twitter-Kampagne später hatte er es dann geschafft und stand in seiner Heimatstadt im Octagon: zu Beginn seines Kampfes gegen Ian Entwistle sah es zwar so aus, als müsste er in einem Beinhebel abklopfen, Hooker jedoch drehte den Spieß um und schlug seinen Gegner noch in der ersten Runde mit Ellbogenstößen technisch K.o.

Es wird keine einfache Aufgabe sein, bis zum nächsten Neuseeland-Besuch der UFC unbesiegt zu bleiben, aber falls Hooker in den nächsten ein bis zwei Jahren einige gute Siege einfahren kann, könnte seine Zukunft im Octagon als einer von wenigen UFC-Kämpfern aus der Region eine sehr vielversprechende sein. Für den Anfang dürften Gegner vom Kaliber eines Rob Whiteford oder Kevin Souza die richtige Wahl sein, die zunächst einmal zeigen dürften, ob Hooker in die UFC gehört.