MMA

Aller guten Dinge sind drei - UFC Fight Night 39

Roy Nelson schlug Rogdrigo Nogueira am Freitag in der ersten Runde K.o.

Nach UFC 112 im April 2010 ist nun auch der zweite Ausflug der UFC nach Abu Dhabi Geschichte, und im Schatten der Formel 1-Rennstrecke am persischen Golf wurde am Freitag reichlich Action geboten.

Roy Nelson, Clay Guida, Ramsey Nijem oder Thales Leites – in der mittlerweile schon wieder abgerissenen du Arena konnte eine ganze Reihe Kämpfer überzeugen. Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Roy Nelson
Man kann über Roy Nelson sagen, was man will, aber der dickbäuchige Vokuhila-Träger sorgt so gut wie immer für Unterhaltung. Entweder, er landet in der ersten Runde seinen rechten Dampfhammer, oder er wird drei Runden lang nach Strich und Faden vermöbelt. Am Freitag gelang ihm mit dem Erstrundenknockout gegen Antonio Rodrigo Nogueira ersteres, was ihm obendrein 50.000 Dollar für den „Knockout of the Night“ eingebracht hat.

Paradoxerweise entwertet der schnelle Knockout die Bedeutung des Sieges auf gewisse Weise, weil „Big Nogs“ Kinn jetzt erst recht als zerschossen angesehen wird. Trotzdem hat Nelson mit der Pride-Legende einen großen Namen auf dem Resümee stehen, den er nach Niederlagen gegen Stipe Miocic und Daniel Cormier dringend gebraucht hat. Nelson selbst hat auf der Pressekonferenz einen Titelkampf gefordert – diesen wird er garantiert nicht nach einem einzigen Sieg bekommen, stattdessen wird sich „Big Country“ eine Zeit lang im Mittelfeld der Gewichtsklasse beweisen müssen. Dank der Kampfstile der beiden bietet sich dabei vor allem Mark Hunt an, der zuletzt gegen Junior dos Santos verloren und dann gegen Antonio Silva ein Unentschieden erkämpft hat.

Ramsey Nijem
Aus Chancen muss man das Beste machen – das weiß auch Ramsey Nijem, der sich am Freitag mit einer beinahe tadellosen Leistung zurück ins Gedächtnis der Fans gekämpft hat. Nach desaströsen Niederlagen gegen Miles Jury und James Vick stand Nijem Anfang des Jahres vor dem Aus in der UFC, das er mit einem Punktsieg gegen Justin Edwards abwenden konnte. Auf dem gleichen Event, einige Kämpfe davor, kam Beneil Dariush mit einem Knockdown und einer schnellen Submission gegen Charlie Brenneman in der UFC an. Nicht zu verwunderlich war es daher, dass Nijem im Vorfeld seines Kampfes gegen Dariush als Underdog galt.

Nijem allerdings scherte sich nicht um die Buchmacher – stattdessen machte er im Kampf von Anfang an Druck, versuchte nach dem Knockdown nicht zu verbissen, das Kampfende zu erzwingen und schaffte es gerade deshalb, Dariush noch in Runde eins abzufertigen. Mit zwei überzeugenden Siegen im Rücken wird Nijem sich als nächstes wohl wieder mit jemandem messen dürfen, der etwas höher in den Ranglisten angesiedelt ist – der Sieger des Kampfes zwischen Sam Stout und KJ Noons könnte eine Möglichkeit sein; die beiden werden am Mittwoch beim TUF: Nations-Finale aufeinandertreffen.

Alan Omer und Jim Alers
Dieser Kampf hätte in ein paar Jahren auch das Hauptprogramm eines UFC-Events eröffnen können – so aber haben sich Jim Alers und der Stuttgarter Alan Omer bereits im April 2014 zu Beginn des Vorprogramms der UFC Fight Night in Abu Dhabi gemessen. Trotz der vergleichsweise geringen Aufmerksamkeit, die dieser Kampf auf diese Weise bekommen hat, haben die beiden Debütanten gezeigt, warum ihnen im Vorfeld so viel Potential bescheinigt wurde. Die beiden haben Technik, Kondition und Herz bewiesen – Voraussetzungen, die ihnen in Zukunft noch so manchen Sieg im Octagon einbringen könnten. Für Omer würde dafür beispielsweise der Verlierer des Duells zwischen Mirsad Bektic und Chas Skelly am kommenden Samstag bei UFC on Fox 11 in Frage kommen, für Alers dagegen der Sieger des Kampfes zwischen Manny Gamburyan und Nik Lentz, die am 10. Mai bei der 40. UFC Fight Night aufeinandertreffen werden.