Grappling

Weihnachtszeit und Festschmaus

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Weihnachtszeit und der dazu gehörende Festschmaus. Für den eitlen Athleten kein Grund zur Sorge, denn er weiß, was sein Körper, sein Kapital alles ab kann. Für den Hobby-Grappler kann dies aber schon zu Irritationen rund um die Hüfte führen, wenn sich um die Festtage ein paar überflüssige Kilos ansammeln.

Wie gehen die deutschen Grappler mit diesem Thema um? Wie ist ihr Erfolgsrezept gegen die Heißhungerattacken? Machen sie eine gewisse Diät, oder wie läuft es da ab? Und wie feiern die deutschen Grapplingasse ihre Weihnachtstage überhaupt?

Grappling-Seriensieger Malte Janssen von Taifun Luta Livre geht Weihnachten sehr traditionell an:

„Weihnachten verbringe ich natürlich bei Mama und Papa, wo auch sonst. Da gibt es gar keine Diskussionen. Und da esse ich was der proppevolle Kühlschrank nur so hergibt und was Mama auf den Tisch stellt. Egal was, immer alles rein damit. Außer Rosinen, Lebkuchen, Dominosteine und Kapern, dieses ekelhaftes Teufelszeug. Ansonsten was das Herz begehrt: Fischstäbchen, Senfeier, Königsberger Klopse, Pizza, Kürbissuppe, Rosenkohl, all the good stuff.“

In Sachen Fitness sagt Janssen:
„Und mit überflüssigen Pfunden habe ich derweil sowieso nicht zu kämpfen. Bei normaler Trainingsroutine im Taifun-Folterkeller entstehen diese Pfunde erst gar nicht. Und die paar Tage, die ich Weihnachten zum Mästen zu Hause verbringe, bringen mein Fett-Muskel-Ratio sowieso nicht durcheinander. Die restlichen Tage im Jahr halte ich es so wie Sean Sherk "eating for performance, not for taste". Wenn ich nicht ausnahmsweise in den Burgerbuden und Thaischuppen von Köln nach ungesunden dennoch schmackhaften Köstlichkeiten suche, ess ich zwanghafterweise leider nur gesundes Zeug. Brot aus dem Reformhaus, Flohsamen, Wallnüsse, Boskopäpfel, Vollkornreis, Haferflocken, Blütenpollen und zwischendurch einen Daim-Riegel, nur keine Milch und kein Fleisch (zumindest in der eigenen Küche), weil böse böse. Ich habe sogar mal den Fehler gemacht und Flohsamenschalen in mein Müsli gepackt. Ergebnis: maximal ekelhaft an der Grenze zum Ungenießbaren. Naja, nen Klatscher hat ja wohl schließlich jeder.“

Auch Thomas Holtmann, Teamchef der Ruhrpott Lutadores und erfolgreicher Grappler hat seine eigene Philosophie. Dazu Holtmann selbst:

„Da im Januar die European Championships in Portugal stattfinden werden und ich mich zurzeit in der Vorbereitungsphase befinde, wird Weihnachten dieses Jahr für mich ohne "bunten Teller" stattfinden. Da ich eh kein großer Fan von Süßkram bin, wird es mir auch nicht schwer fallen weiter zu trainieren und meine Diät einzuhalten.“

Zum Weihnachtsfest selbst mein Thomas Holtmann:
„Normalerweise feiern meine Freundin und ich Weihnachten eh nicht besonders doll, klar, die Familien werden besucht, aber es wird zuhause nichts dekoriert oder so.
Dieses Jahr wird es allerdings ein bisschen anders sein. Da wir im Juli Eltern geworden sind und auf die großen glitzernden Kulleraugen unseres Kleinen hoffen, werden wir am Wochenende einen Baum holen und schmücken...“

DGL-Gründer und BJJ-Blackbelt Franco De Leonardis hat auch eigene Ansichten über den Ablauf seines eigenen Weihnachtsfestes:
„Ich Feier im eigentlichen Sinn kein Weihnachten. Daher kommt mir auch keine Süßigkeiten auf den Tisch.“ Der gläubige Buddhist feiert zumindest nicht zur Weihnachtszeit, denn Weihnachten ist ein christliches fest. Dies ist je auch verständlich, denn zum Beispiel die Christen feiern ja auch in der Regel keine buddhistischen Feste.

So hat jeder seine Gepflogenheiten und Eigenarten. Doch bei den Tournaments kommen sie alle vereint wieder zusammen und feiern, die Siege und ihre Niederlagen – denn Gewinner sind im Endeffekt alle.

Das gesamte Team von GroundandPound.de wünscht allen (feiernden) ein frohes Weihnachtsfest.