Grappling

Startschuss für die Ringer-Bundesliga

Fotos via www.ringen.de

Am vergangenen Wochenende fiel der Startschuss für den ersten Kampftag der deutschen Ringerbundesliga. Pünktlich um 19.30 ging es auf den Matten los.

In der Weststaffel empfing der KSK Konkordia Neuss den Aufsteiger TSV Musberg und schon das erste Duell gab Aufklärung über die Stärke beider Teams. Die Neusser ließen sich die Wurst nicht vom Brot nehmen und fertigten die Musberger mit 30:5 standesgemäß ab. Auch der zweite Aufsteiger TKSV Bonn-Duisdorf, der die RKG Freiburg 2000 empfing, hatte sich viel vorgenommen. Die Freiburger gingen mit 2:29 nach Hause Trotzdem werden beide Teams im Abstiegskampf erwartet.

Spannung war auch beim Duell des KSV Köllerbach gegen den ASV Nendingen vorprogrammiert. Zwar gehen vor der Partie die Saarländer als Favorit auf die Matte, doch Nendingen hat sich ebenso das Erreichen der Play-Off's auf die Fahnen geschrieben. Am Ende hieß es 24:18 für die Kölleracher. Der Meister von 2007 bis 2009 ließ anfangs nichts anbrennen, kam zum Ende der Kämpfe aber noch in Schwierigkeiten.

In der Parallelstaffel Ost empfing Favorit 1. Luckenwalder SC den AC Lichtenfels, wobei ein klarer Sieg der Luckenwalder im Vorwege zu erwarten war. Denn die Luckenwalder sind in den vergangenen vier Jahren immer vorn dabei gewesen. Mit 24:16 gab es am Ende einen klaren Sieg für den Favoriten.

Der AV Germania 06 Markneukirchen hatte in der Sommerpause kräftig abgespeckt und brachte Eigengewächse, sowie Ringer aus der Region zum Einsatz. Die Gäste aus Burghausen haben das Halbfinale im Blickwinkel und den Kader verstärkt, so dass der SV Wacker in der Sporthalle am Markneukirchner Gymnasium im Vorfeld als Favorit auf die Matte ging. Das Heimrecht von Germania nutze den Athleten am Ende nicht viel, denn mit 14:27 verspielte man die zwei fest eingeplanten Heimpunkte.

Der Erstligaaufsteiger SV Luftfahrt Berlin konnte ebenfalls sein Heimrecht nicht nutzen. Sie verloren gegen den ASV Hof sang- und klanglos mit 9:26.

Der zweite Ost-Aufsteiger SV Johannis Nürnberg machte es besser, sie schlugen den RV Thalheim mit 23:17. Nahmen wichtige Punkte für den Klassenerhalt mit.

Aber welche Rolle spielt die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt in der neuen Saison? Gute Griechisch-Römisch-Spezialisten hat man an der Oder immer gehabt, einzig an Freistilringern fehlt es im Standort der 'Klassiker'. Die wurden für die kommende Saison auch aus dem benachbarten Polen, aber auch aus dem brandenburgischen Freistilzentrum Luckenwalde geholt, um am Ende ebenso wie Thalheim und Lichtenfels den Sprung ins gesicherte Mittelfeld zu schaffen. Hallbergmoos dagegen schielte vor dem Kampftag in Richtung vorderes Mittelfeld. Eine Niederlage in der Inselhalle Eisenhüttenstadt kann man sich da eigentlich gar nicht leisten. Es kam dann doch anders, als man dachte. Die KG deklassierte die Gäste aus Hallbergmoos gerade zu. Mit einem glatten 40:0 gab es das kämpferische Ausrufezeichen.

Die Erstbundesligisten haben in beiden Staffeln zunächst einmal das Problem, vor der anstehenden Weltmeisterschaft in Moskau (6.-12.9.) ihre stärksten Mannschaften zusammen zu bekommen, denn meist sind vor allem die ausländischen Spitzenringer in den Trainingslagern ihrer nationalen Verbände gebunden und werden trotz gültiger Verträge nicht frei gegeben. Daher ist die Möglichkeit zu überraschenden-, ja sensationellen Ergebnissen groß und auch wenn es damit an den Kampftagen bis zur Weltmeisterschaft einige Verzerrungen geben könnte, so dürfte das erst recht zur Spannung in beiden Staffeln beitragen. Erst nach der Weltmeisterschaft dürften die Verantwortlichen aller Teams aufatmen, wenn alle Mannschaftsringer vollständig vor Ort versammelt sind.