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Ringer-Weltmeisterschaften in Moskau

Fotos via Jörg Richter

Deutsche Ringer wollen bei der  WM in Moskau wieder um die Medaillen kämpfen. Ab kommenden Montag, den 6. September (6.-12. September) geht das Projekt Medaillensammeln in Moskau bei der Weltmeisterschaft 2010 los. Die derzeit besten und erfolgreichsten deutschen Ringer reisen zusammen zu den Meisterschaften. Austragungsort ist der Olimpiyskiy Sportpalast in Moskau, der weit über 10.000 Zuschauern Platz bietet. Der russische Ringerverband will seine führende Position im Weltringen vor heimischem Publikum unter Beweis stellen. Die russischen Ringer wollen unbedingt die insgesamt zwölf gewonnenen Medaillen von der letztjährigen Weltmeisterschaft in Herning (Dänemark), darunter fünf goldene Titel, verteidigen. Das die Russen der große Favorit sind, ist unbestritten.

Nationalringer Tim Schleicher ist auf jeden Fall gut vorbereitet: „Wir haben gut trainiert. Wir sind alle heiß auf die WM und wollen auf jeden Fall die Medaillenränge angreifen“, und weiter: „Es wird jedoch auf jeden Fall eine harte WM.“ Denn für Schleicher gibt es einer große Hürde zu nehmen: „Der große Favorit ist meiner Meinung nach die russische Mannschaft.“ Diese gilt es unter anderen aus dem Weg zu ringen.

Ganz klar unter den Erwartungen schnitten 2009 die deutschen Ringer ab, die entäuschenderweise erstmals seit der Vereinigung 1990, in Dänemark keine einzige Medaille gewinnen konnten. Aber man hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und ist jetzt gut aufgestellt. Jörg Helmdach übernahm die Frauenriege, Alexander Leipold trainierte ab Herbst 2009 die Freistilspezialisten, Jürgen Scheibe ist nun für den Freistilnachwuchs verantwortlich. Auch im sportlichen Umfeld der deutschen Ringer tat sich seit der WM-Pleite viel.

Nur der Deutsche Nachwuchs hatte für viel Freude gesorgt, denn bei Welt- und Europameisterschaften wurden im Kalenderjahr insgesamt 19 Medaillen gewonnen. Hinzu dann noch die drei Bronzemedaillen der Frauen- und Männer-EM von Baku (Aserbaidschan). Nun soll es auch bei den kommenden Weltmeisterschaften in Moskau mit dem Medaillensammeln endlich wieder klappen. Damit dies klappt wurde extra das Training leicht umgestellt, die Trainerrotation tat das Übrige.

Man möchte einfach besser gewappnet sein, denn die Ringer-Europameisterschaften werden schließlich im kommenden Jahr in Dortmund ausgetragen (29. März bis 4. April). Eine bessere Werbung als jetzt bei den Meisterschaften in Moskau gut abzuschneiden gibt es nicht. Die Chancen stehen gut, nur die angepeilten Medaillen fehlen jetzt noch.

Das DRB-Aufgebot der Griechisch-Römisch-Spezialisten für die WM in Moskau:
55 kg: Florian Crusius (AV Concordia Zella-Mehlis),
60 kg: -
66 kg: Christian Fetzer (TSV Herbrechtingen),
74 kg: Konstantin Schneider (KSV Köllerbach),
84 kg: Jan Fischer (KSV Köllerbach),
96 kg: Mirko Englich (RSV Hansa 90 Frankfurt(O.),
120 kg: Ralf Böhringer (KSV Aalen 05).
Bundestrainer: Maik Bullmann

Das Aufgebot der Frauen in Moskau:
48 kg: Jaqueline Schellin (TV Mühlacker),
51 kg: -
55 kg: -
63 kg: Yvonne Englich (RSV Hansa 90 Frankfurt(O.),
67 kg: Maria Selmaier (KSC Motor Jena),
72 kg: Maria Müller (SV Lok Altenburg).
Bundestrainer: Jörg Helmdach.

Das Aufgebot der Freistilringer für die WM in Moskau:
55 kg: Tim Schleicher (SV Johannis Nürnberg),
60 kg: Marcel Ewald (SV Weingarten),
66 kg: Martin Daum (KSV Seeheim),
74 kg: Andry Shyyka (KSV Köllerbach),
84 kg: Davyd Bichinashvili (VfK Schifferstadt)
96 kg: Johannes Kessel (SV Weingarten).
120 kg: -
Bundestrainer: Alexander Leipold.

 

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