Grappling

Ringen bleibt olympisch

Foto: macedoniaonline.eu

Es steht derzeit in allen Gazetten: „Schultersieg für die Ringer“, „Ringen bleibt nun doch olympische Sportart“ oder auch: „IOC - Ringen behält Olympia-Status.“ Eine antike Sportart wird - vorerst - überleben. Das Internationale Olympische Komitee hat beschlossen, das Ringen ins Programm der Olympischen Spiele 2020 zu heben. Das stand seit Anfang des Jahres lange in Frage. Im Endeffekt hat das Ringen jetzt weltweite Anerkennung genossen. Eine bessere Werbung konnte es gar nicht sein.

Genau 210 Tage ist es her, da hob das IOC das Ringen über die Schultern und warf es zu Boden. Doch das Ringen wehrte sich in all seinen Facetten. Alle Maßnahmen haben geholfen. Jetzt gab es am Ende der Runde doch noch den Punktsieg über die eitlen Herren des IOC. Damit ist das Ringen (vorerst bis 2020 und 2024) gerettet.

In Tokio werden sie wieder auflaufen, mit all den anderen Sportarten. Aber nicht nur vor Tokio muss das Ringen jetzt weiter zeigen, was es drauf hat. Es muss sich weiter bewegen, es sollte noch viel passieren. Sonst taucht die Frage um einen Verbleib des Ringsports bei Olympia bald wieder auf.

Vergangene Nacht wählten die Delegierten in Buenos Aires mit der absoluten Mehrheit von 49 Stimmen in einer Stichwahl das Ringen vor Baseball, Squash und Softball: „Die Ringerinnen und Ringer auf der ganzen Welt sind erleichtert, dass ihr ganz persönlicher Traum von Olympia als stärkster Motivationsfaktor erhalten bleibt und feiern die Entscheidung begeistert", sagte Manfred Werner, Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB). "Unser Kampf hat sich gelohnt.“

Der scheidende IOC-Präsident Jacques Rogge hatte den Ringsport vor ein mögliches Aus gestellt. Er stellte klar, dass das Ringen nicht ausgeschlossen, sondern nur zur Diskussion gestellt worden ist. Es stand in seiner Form bis Februar dieses Jahres unter einer Prüfung. Diese haben das Ringen und alle Fans dieser Sportart mit Bravour bestanden - nach gravierenden Regeländerungen. Beim Fußball wäre es die gelbe Karte gewesen, doch das Ringen spielt nun weiter munter mit.

Man hat daraus gelernt, so der FILA-Präsident Nenad Lalovic. Der Umbruch ist vollzogen, die neuen Mühlen mahlen jetzt. Die Reise in ein neues sportliches Zeitalter hat jetzt begonnen. Es lebe das Ringen!