Grappling

Ole Bischof sagt dem Judo Sayonara

Ole Bischof (Foto: Mark Max Henckel/Creative Commons)

Heute endete die sportliche Karriere des Ole Bischof.

Der 33-jährige Olympiasieger schrieb auf Facebook: „Ich bedanke mich bei ALLEN, insbesondere bei meinen Trainern Detlef Ultsch, Frank Wieneke, Daniel Gürschner, Wolf-Rüdiger Schulz, Daniel Knebel sowie bei meinen Trainingspartnern, Ärzten, Physio-Team, Funktionären, Uni-Profs, Kommilitonen, Sponsoren, Fans, Freunden, Familie und Management für das entgegengebrachte Vertrauen. Ohne Euch wären meine, besser unsere, Erfolge nicht möglich gewesen.“

„Zum 1. Oktober starte ich bei der renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Hamburg“, so die Botschaft zum Abschied vom aktiven Leistungssport. Vor ein paar Wochen wollte Bischof seinen Titel bei den Olympischen Spielen in London verteidigen. Erst im Finale unterlag der gebürtige Reutlinger in der unter 81kg-Klasse dem Südkoreaner Kim Jae-Bum, den er vier Jahre zuvor in Peking im Finale noch besiegt hatte. 

Bischof startete seit 2001 in den Mannschaftswettbewerben zusätzlich für den TSV Abensberg. Mit Abensberg wurde er von 2002 bis 2011 Deutscher Mannschaftsmeister und 2006 Europacup-Sieger. Von den Fans wurde er 2005 und 2008 zum „wertvollsten Kämpfer“ gewählt.

Bei den Weltmeisterschaft 2009 holte Bischof außerdem die Bronzemedaille. Bei den Europameisterschaften 2005 gewann er Gold in Rotterdam, 2004 Silber in Bukarest und  Bronze 2011 in Istanbul. Jetzt tauscht Bischof die Judo-Matte mit dem neuen Beruf. „Der Kreis hat sich für mich geschlossen. Ich trete vom Leistungssport zurück. Ich möchte ein neues Kapitel in meinem Leben aufschlagen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Die Judo-Fans werden Bischof in Erinnerung behalten, als einen der ganz Großen. So blieb der 12. August 2008 Bischofs größter Tag. „Das war der Moment, als ich auf den Olymp steigen durfte“, erinnert er sich an sein Peking-Gold. „Ich kann nur jedem wünschen, dass er einmal im Leben so glücklich ist, wie es mir damals vergönnt war.“ Jetzt gibt es aber einen neuen Gipfel, den es zu besteigen gibt. Bei all seinem Talent und festen Willen wird Bischof aber auch diese Herausforderung blendend meistern.