Grappling

Nick Diaz bleibt Wohltätigkeitskampf fern

Nick Diaz erschien nicht zu seinem BJJ-Kampf gegen Braulio Estima. (Foto: Mark Bergmann/GroundandPound)

Hoch gespannt warteten am gestrigen Samstag hunderte von Zuschauern bei der World Jiu-Jitsu Expo in Long Beach, Kalifornien auf den BJJ-Superfight zwischen Nick Diaz und Braulio Estima. Während Estima kampfbereit auf der Matte Kreise drehte, war von Diaz jedoch keine Spur zu sehen. Unangekündigt blieb das UFC-Weltergewicht der Veranstaltung fern.

Diaz kündigte im Vorfeld an, seine Gage für den Kampf einem Kinderkrankenhaus zu spenden. Mit dem Kampf wollte Diaz während seiner Sperre wegen Marihuana-Konsums seinen Namen in den Medien halten und gleichzeitig eine gute Tat vollbringen.

Die Gründe für sein Nichterscheinen gab Diaz wenig später via Facebook an: „Der Veranstalter schafft es nicht, das Geld wie vereinbart zu spenden, und er passt die Regeln für das Wiegen an, um dem Brasilianer zu helfen. Der Kampf findet nicht statt.“

Am Freitag stieg Estima mit 85,7 Kilogramm auf die Waage, obwohl im Vorfeld eine Obergrenze von 81,6 Kilogramm abgesprochen wurde. Beide Camps stimmten dem Kampf jedoch zu, sollte Estima am Samstagmorgen mit 83,9 Kilogramm auf die Waage steigen, was dieser letztendlich auch tat. Diaz tauchte beim Wiegen hingegen nicht auf.

Diaz' Trainer Cesar Gracie meldete sich verwundert zu Wort: „Ich weiß, dass er sauer war, als Braulio gestern zu viel Gewicht auf die Waage brachte. Niemand hat ihn heute gesehen, obwohl Braulio heute Morgen im Gewichtslimit war.“

Estima, der im Jahr 2009 zwei Goldmedaillen beim ADCC-Turnier gewann, zeigte sich hingegen sehr verärgert über das Nichterscheinen des UFC-Stars: „Ich weiß, dass er im MMA ein Bösewicht ist. Das erwartet man von ihm einfach aus Vermarktungszwecken. Aber was soll das jetzt? Du kündigst an, dass du für einen guten Zweck kämpfst und tauchst dann nicht auf. Was soll das? Du hast alle enttäuscht. Du hast mich enttäuscht.“

Bereits in der Vergangenheit sorgte Diaz mit ähnlichen Aktionen für Aufsehen. So blieb er beispielsweise mehreren UFC-Pressekonferenzen fern und wurde daraufhin von einem Titelkampf gegen Georges St. Pierre abgezogen.

„Er hat ein Problem“, so Estima. „Er hat soziale Probleme. Sowas ist bei ihm nicht zum ersten Mal passiert.“