Grappling

Malte Janssen bei den Lilagurten

Foto: Malte Janssen/XTFC

In zwei Tagen beginnen die European Jiu-Jitsu No-Gi Championships in London. Auch Malte Janssen wird in Englands Hauptstadt fahren, um sich mit den Besten zu duellieren. Doch bei der Anmeldung zu den European Jiu-Jutsu No-Gi Championships gab es dann eine Überraschung: Der Luta-Livre-Blackbelt aus dem Rheinland, der gegenwärtig in München seine Zelte aufgeschlagen hat, startet bei den Lilagurten. Wie es dazu kam erklärt Janssen: „Der Grund ist folgender, ich habe keine Graduierung im BJJ!“

Luta-Livre-Blackbelt Janssen ist also nur startberechtigt bei den Lilagurten. Das erhöht natürlich seine Chancen auf den Titel ganz enorm! Janssen verzichtet auf solche Hilfestellungen und möchte bei den Blackbelts starten. Doch die IBJJF macht da keine Ausnahmen und geht streng nach den eigenen Vorschriften. Janssen erklärt weiter: „Um als Brown- bzw. Blackbelt auf einem IBJJF-Turnier zu starten, brauch man jedoch eine IBJJF-ID-Card. Diese ID-Card bekommt man allerdings nur, wenn man seine BJJ-Lineage nachweisen kann; sprich der Brown- bzw. Blackbelt von einem qualifizierten Blackbelt verleihen wurde.“

So fällt deutschlands Spitzenfighter Janssen der Bürokratie der IBJJF zum Opfer, ohne es zu wollen. Janssen abschließend: „Im Grunde geht damit jede Lineage auf Gracies, Ribeiros usw. zurück. Wenn man diese Lineage nicht nachweisen kann, bekommt man diesen Pass nicht. Verständlicherweise verleiht mir niemand, der berechtigt wäre, einen Brown- oder Blackbelt für dieses Turnier. Ein Dilemma, aber es ist einfach nicht zu ändern.“

Dabei lief für Janssen sein Comeback am vergangenen Wochenende bei der DGL nach Plan. Seine beiden Kämpfe gegen Sven Wullen (Pantarei Luta Livre) und Oscar Martin-Acosta (Combat Club Cologne) wurden jeweils durch eine Submission beendet. Janssen ist in einer Superform. Da hätten sich die Schwarzgurte in London warm anziehen können, jetzt kriegen es halt die Lilagurte ab: Die geballte Power von Malte Janssen!