Grappling

German Kumite – Das Blaugurt-Turnier

Foto: Jan Zander

Am vergangenen Wochenende wurde in Regensburg ein neues Turnierformat ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein Gi-Turnier nur für Blaugurte. Man war unter sich, alle trugen den blauen Gurt im BJJ. Die Teams hatten ihre besten und erfolgreichsten Kämpferinnen und Kämpfer nach Regenburg entsenden. Die Teilnehmerzahl war auf maximal 12 Blaugurte pro Division (Frauen- Männerklasse) begrenzt. Kampfmodus war Jeder gegen Jeden. Beste Kampfbilanz gewinnt. Wegen der vielen Kämpfe ohne Zeitlimit wurde an zwei Tagen gekämpft.

Bei den Herren siegte Michael Matzner, der aus elf Begegnungen zehn Siege einheimste (10-1). Auf Rang zwei kam der Mit-Veranstalter Jan Zander, der einen Sieg weniger auf dem Zettel hatte (9-2). Rang drei ging an Martin Marscher, wieder mit einem Sieg weniger (8-3). Bei den Frauen siegte Tanya Tansiri, die alle ihre sieben Begegnungen gewann.  Sie stand mit blütenreiner Weste, bzw. Kimuno vor der zweitplatzierten und Mit-Veranstalterin Hannah Rauch (6-1). Platz drei ging an Kerstin Hofbauer (4-3). Damit setzten sich Tansiri und Rauch rein von der Leistung her ein wenig vom restlichen Feld ab.

Jan Zander, der zweiter wurde sagte hinterher zum Turnierverlauf: „Das Turnier war ein Mega-Erfolg. Wir hatten nur positives Feedback. Die Stimmung war großartig und konzentriert. Jeder Kämpfer war fokussiert und dadurch, dass kein coaching erlaubt war gab es auch kein Gebrüll.“

Zukunftsaussichten hat das Turnier, dazu Zander: „Wir werden das Turnierformat auf jeden Fall ausbauen. No Gi, purple belts usw. Damit können sich jetzt auch andere Gurtklassen auf dieses Format freuen. Abschließend sagt Jan Zander: „Die Kämpfe waren hochspannend, keiner wollte aufgeben. Dies führte leider auch zu einigen Verletzungen, so dass manche kampfunfähig waren.

Auch ich hatte mich in einen meiner letzten Kämpfe am Arm verletzt, mein Ehrgeiz ließ mich aber auch mit angeknacktem Arm weiterkämpfen so dass ich noch zwei weitere Siege einfahren könnte, auch wenn es nicht ganz schmerzfrei war.“

Den längsten Kampf bei den Herren lieferten sich Flroian Lenz und Sbai Oualid, die über 34 Minuten den Kampf andauern ließen, bevor Lenz durch einen Kimura gewann. Den kürzesten Kampf lieferte sich Marcel Schorr und Carlo Czelinsky mit nur sechs Sekunden, dann machte Szelinsky den Sack zu und gewann durch einen Footlock.

Bei den Damen war es Ismay Gossen und Kelly Kailariyan, die gleich 76 Minuten sich eine Bodenschlacht lieferten. Letztendlich war es Kailariyan, die durch Bow and Arrow gewann. Den kürzesten Kampf hatte wieder Kailariyan, die sich mit Kerstin Hofbauer nur 52 Sekunden duellierten, bevor Hofbauer durch einen Chock als Siegerin von der Matte ging. Am Ende waren aber alle glücklich. Die Vorbereitungen für das kommende Event läuft schon.

Trotzdem werden sicherlich noch einige Wochen ins Land gehen, dann wird es wohl wieder heißen: German Kumite der Lilagurte, es kann losgehen.