Grappling

Frank Stäbler ist Ringer-Weltmeister

Foto: spiegel.de

Der 26-jährige Böblinger Frank Stäbler riss die Arme nach oben. Es war vollbracht, Stäbler siegte im Finale gegen den Süd-Koreaner Ryu Han-Su. Neben dem Weltmeistertitel qualifizierte er sich zudem für die Olympischen Spiele. Erstmals seit 21 Jahren hat ein deutscher Ringer den WM-Titel im griechisch-römischen Stil gewonnen.

Wurde es bei der letzten WM nur Platz 3, machte er jetzt den ganz großen Sprung. Nach seinem Sieg sagte Stäbler im ZDF: „Ich kann das noch gar nicht fassen, es ist ein irres Gefühl, da ganz oben auf dem Treppchen zu stehen"

Stäbler, der 2012 mit dem EM-Titel und 2013 mit WM-Bronze seine bislang größten Erfolge gefeiert hatte,  ist jetzt ein würdiger Nachfolger von Alfred Ter-Mkrtchyan und Thomas Zander, die 1994 im finnischen Tampere das letzte WM-Gold im Ringen für Deutschland gewonnen hatten. 

Gleich zu Beginn der Meisterschaften machte er ernst und zeigte sich topfit. In der ersten Runde besiegte er nach 3:40 Minuten vorzeitig den Algerier Tarek Aziz Benaissa via Schulterwurf.  Im Achtelfinale gewann er gegen Wuileixis de Jesus Rivas aus Venezuela eindrucksvoll mit 5:0.

Im Viertelfinale konnte der US-Amerikaner Bryce Lee Saddoris mit 5:0 bezwungen werden. Im Halbfinale konnte auch der Serbe Davor Stefanek, immerhin der Titelverteidiger, nach Hause geschickt werden. Im Finale ging es dann gegen Ryu, den Weltmeister von 2013, den Stäbler mit 5:1 besiegte. Allein vier Punkte sicherte sich Stäbler durch einen sehenswerten Wurf. Am Ende gingen dann die Arme hoch.