Grappling

Ex-Ringer Alexander Leipold: Freispruch!

Alexander Leipold

Es war wie ein Sommermärchen im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney. Es war sein Sommermärchen: Leipold gewann im Ringen die Goldmedaille in seiner Gewichtsklasse.

Drei Tage danach wurde ihm aber Nandrolon-Doping vorgeworfen und die Medaille wieder weggenommen.

Über zehn Jahre später wurde er von allen Vorwürfen freigesprochen. Damit hat er sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Der ehemalige Weltklasse-Ringer Alexander Leipold (41) zog vor die Unabhängige Doping-Kommission. Die bestätigte ihm jetzt schriftlich, dass er im Jahr 2000 nicht gegen gültige Dopingrichtlinien verstoßen hat und deshalb weiter als Bundestrainer der Freistil-Ringer arbeiten darf.

Der Ex-Weltmeister: „Es ist sehr schön, dass die Kommission jetzt zu dem gleichen Ergebnis gekommen ist, wie ich es seit zehn Jahren habe. Ich habe nicht gedopt.“ Damit ist für Leipold der Weg frei zu Olympia 2012 in London. Davor noch nächstes Jahr die EM im eigenen Land (Dortmund). Leipold: „Viermal war ich als Aktiver bei den Spielen. Jetzt noch als Trainer dorthin zu kommen und eine Medaille zu holen – das wär's. Dafür trainieren wir.“

Leipold klagte. Mit Erfolg! Im Jahr 2001 reduziert der Internationale Sportgerichtshof die Mindestsperre von zwei auf ein Jahr. Er darf sich seitdem auch „Sieger des Olympischen Turniers“ nennen. Nur sein Gold kriegt er nicht zurück.

Leipold: „Ein Freispruch ohne Medaille.“ Heute sagt er: „Das Rad zurückdrehen geht nicht. Und weder Geld noch die Medaille können dieses abrupte Stoppen meiner Glücksgefühle damals ersetzen.“