Grappling

"Es lief eigentlich soweit alles ganz gut"

Foto: Daniel Kimmling

Mit jungen 18 Jahren im Jahre 2008 hatte Daniel Kimmling mehr aus Fitnessgründen angefangen mit dem Kampfsport. Ob Grappling, BJJ und auch MMA – Daniel Kimmling fühlte sich überall zu Hause. Jetzt zog Kimmling erneut an: Er gewann bei den Westdeutschen Meisterschaften zweimal den zweiten Platz. Bis 88,3kg im Gi Wettbewerb und beim No-Gi bis 85,5kg schnappte sich Kimmling den Treppchenplatz.

Groundandpound.de: Was lief diesmal nicht ganz rund?
Daniel Kimmling: Es lief eigentlich soweit alles ganz gut. Der Weg ins Finale war gut zu bewältigen dank der Taktiken die Mario Stapel mir für jeden Kampf mitgab und natürlich auch mit seinem Coaching!

Das BJJ-Finale war wirklich eine Schlacht. Es ging vor und zurück. Am Ende waren noch 30 Sekunden auf der Uhr und ich war noch einen Punkt zurück. Mein Gegner attackierte mit einer Triangel, die ich allerdings verteidigen konnte und sofort am Guardpass arbeitete, um die fehlenden Punkte zu machen. Dummerweise hab ich dabei nicht auf meinen Arm geachtet und fiel seiner Armbar zum Opfer. Trotz allem ein sehr guter Kampf gegen einen starken Gegner von Alliance Frankfurt, der von allen Anwesenden mit Standing Ovations gewürdigt wurde, was auch ein wirklich super Gefühl war!

Woran musst du noch arbeiten?
Im Grappling war es nicht ganz so spannend: Mein Gegner bekam den Takedown und arbeitete dann nur darauf hin mich zu halten, da er aus seinen vorherigen Kämpfen sehr ausgepowert war. Am Ende lag es leider am Kampfrichter, der mir die Punkte für einen Takedown und direkten Guardpass nicht gegeben hat. Schade, aber beim nächsten Mal halt einfach mit einer Submission beenden.

Was liegt dir besser: BJJ oder Grappling?
Ich mag beides wirklich gerne, aber ich liebe BJJ! Es ist einfach ein so facettenreicher Sport, dem so viele unzählige Techniken zur Verfügung stehen Dank des Gis. Viel mehr Leute sollten mit Gi trainieren, denn alle BJJ-Leute können auch Grappling kämpfen. Umgekehrt wird es schwieriger.

Wo siehst du für dich am meisten Potential: BJJ oder Grappling?
Es gibt sehr viele Sachen, an denen ich noch arbeiten muss. Als Purplebelt stehe ich noch immer ziemlich am Anfang meiner Karriere und habe gerade mal an der Kruste des BJJ-Universums gekratzt. Spezifisch auf die WDM bezogen bin ich soweit ganz zufrieden, sowohl im BJJ als auch im Grappling habe ich sehr viel Potential. Ich trainiere und kämpfe beides und habe auch in beiden Sparten Erfolge. Deswegen würde ich keines bevorzugen bei dieser Prognose.

Wie geht es jetzt für dich weiter?
Jetzt geht es ohne Umschweife zurück ins Training, damit ich für meinen Kampf gegen Stefan Larisch am 25. Mai in Hamburg bei NCFC2 topfit bin! Ansonsten stehen noch einige BJJ- und Grappling-Turniere in diesem Jahr an, unter anderem auch die DGL.

Vielen Dank für das Interview. Der letzte Satz gehört dir!
Ich bedanke mich für das Interview und natürlich bei meinem Team: Team Serious Fighter, meinem Coach Mario Stapel und meinem Sponsor Gameness!