Grappling

DGL Battle Royal 2015

Fotos: Timo Bieber

Am vergangenen Wochenende wurde in Aschaffenburg die Battle Royal der Deutschen Grappling Liga veranstaltet. Seit vielen Jahren unterstützt die DGL den Teamgedanken, organisiert die Team-Challenge. Was klein anfing, ist jetzt erwachsen geworden. Mit viel Erfahrung ging es in den Contest. Siegreich war in diesem Jahr die Mannschaft aus Stuttgart.

Die Schwaben wissen zu feiern. Denn 2013 kam mit den Muchachos der deutsche Mannschaftsmeister aus Stuttgart. Der Stallion Cage ist die Heimat der Muchachos - und des Stallion-Gym-Teams. Kein Wunder also, hier so erfolgreich aufzutreten. Außerdem sind die Stuttgarter das erfolgreichste Team der DGL, denn neben der 2013er Meisterschaft, wurde man dreimal Vizemeister hintereinander! Die anderen Teams waren also gewarnt.

Fünf Mannschaften fanden am Samstag in der Arena Aschaffenburg ein und starteten pünktlich in den royalen Teambattle. Nach insgesamt zehn Begegnungen stand das Stallion-Gym-Team mit 72 Punkten verdient auf Platz eins. Dahinter belegte mit 47 Punkten das Top-German-Team aus Mainz Rang zwei, noch vor dem Gastgeber, der Arena Aschaffenburg, die es mit drei Punkten weniger noch auf das Treppchen schafften.

Am Fight-Bros-Freiburg Team sah man, wie hoch die Leistungsdichte der teilnehmenden Mannschaften war. Die Freiburger hatten am Ende 43 Punkte und damit nur einen Punkt weniger als die Aschaffenburger. Das Wolfsbruder Fighters Gym belegt mit sechs erzielten Punkten zwar nur den letzten Platz, verdiente sich aber den Respekt aller Mannschaften und Zuschauer. Denn kein Athlet fiel ab, keiner gab sich auf. Es war auch diesmal wieder ein faires Miteinander. 

Gleich in der ersten Paarung trafen die Stallions aus Stuttgart auf das Top Team aus Mainz. Mit 12:6 unterlagen die Mainzer.

In der zweiten Partie verloren die Wolfsbrüder mit 0:25 gegen die Freiburger Fight Bros.

Nach einer kurzen Pause gab es gleich die zweite Niederlage hintereinander für die Wolfsbrüder, die mit 5:18 dem German Top Team aus Mainz unterlagen.

Gastgeber Arena Aschaffenburg legte gleich richtig los, aber verlor gegen den späteren Mannschaftsgewinner Stallions mit 5:18.

Aller guten Dinge sind zumindest „zwei!“, denn auch Fight Bros verlor mit 6:14 gegen die Aschaffenburger, die damit den zweiten Sieg hintereinander einheimsten.

Schnell ging es im nächsten Mannschaftskampf zwischen den Stallions und den Wolfsbrüdern. Mit gleich 23:0 drehten die Stuttgarter kräftig auf und zeigten ihre Muskeln.

Rums! Eine Partie später rappelte es wieder bei den Wolfsbrüdern. Diesmal aber in eine positive Richtung. Denn diese besiegten unerwartet die Aschaffenburger mit 19:1.

Fight Bros aus Freiburg gewann knapp mit 11:9 gegen die Mainzer und sicherten sich wertvolle Punkte.

Die Mainzer machten einen Teamkampf später aber alles wieder gut und gewannen gegen den Gastgeber Arena mit 14:6.

In der abschließenden Paarung der Stallions gegen die Freiburger Fight Bros setzte es dann nochmals Hiebe. Denn die Stuttgarter ließen beim 19:1 nicht mehr viel zu.
 
Battle Royal 2015
27. Juni
Aschaffenburg

1.Stallion Gym Stuttgart 72 Punkte
2.Top German Mainz 47 Punkte
3.Arena Aschaffenburg 44Punkte
4.Fight Bros Freiburg 43 Punkte
5.Wolfsbrüder Fighters Gym 6 Punkte

Trotz Platz vier wurde kein Trübsinn geblasen, Fight-Bros-Teamkapitän Gregor Herb resümierte via Facebook nach dem Teamcontest: „Fight Bros waren dieses Mal nur mit eigenen und auch einigen neuen Kämpfern am Start. Alle haben alles gegeben und teils sehr gute Kämpfe abgeliefert. Leider sind uns aber auch einige vermeidbare Leichtsinnsfehler passiert.

Ergebnis: Gegen Stuttgart und Arena verloren, gegen Top Team und Wolfsbrüder gewannen wir, letztere sogar zu Null. Leider hatten wir insgesamt trotzdem nicht so viele Punkte gesammelt und landeten deshalb nur auf Platz vier. Wir haben viel gelernt und wissen, woran wir arbeiten müssen und das werden wir!“


Dank gilt es aber auch noch anderen, die nicht auf der Matte, sondern nur neben der Matte dabei waren: Die Sponsoren! Mittlerweile sind viele namenhafte Unternehmen auf den Grappling-Zug aufgesprungen und unterstützen die Sportler. Ob Olimp oder auch Manto, alle möchten ein Teil des Sports sein. Beide engagieren sich seit Jahren, viele andere machen jetzt auch mit. „Ohne die Sponsoren würde so ein Mammut-Projekt in dieser Art gar nicht mehr möglich sein“, so der technische Direktor Daniel Ackerman.

Auch der Projektbeauftragte Franco De Leonardis hatte nur Komplimente am Schluss: „Wir bedanken uns bei allen Kämpfern, Trainern und Zuschauern für den geilen Tag. Bis auf einen kleinen Cut sind wir alle gesund und unverletzt nach Hause gefahren. Wir sehen uns in Diespeck!“

Diespeck wird am 26. September die Heimat der Grappling-Teams sein, wenn es wieder heißt: Battle Royal 2015!