Grappling

Deutscher Ringerbund bestimmt Staffelwechsel

Bleibt abzuwarten, wann der DRB wieder mal Grund zum Jubeln hat. Derzeit läuft einfach zuviel schief. (Foto via Jörg Richter)

Der Aalener Ringer-Bundesligaclub soll nach einer Entscheidung des Deutschen Ringerbundes in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga Ost kämpfen. Dem Machtwort des DRB kommen die Ringer des KSV aber nur ungern nach.

Grund des Staffelwechsels:
Nach den Mannschaftsrückzügen des ASV Hof und der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt waren in der Oststaffel mit dem 1. Luckenwalder SC, SV Wacker Burghausen, SV Hallbergmoos, SV Luftfahrt Berlin, AC Lichtenfels, SV Johannis Nürnberg, RV Thalheim und Aufsteiger SV Untergriesbach nur noch acht Mannschaften, statt der vorgesehenen zehn Mannschaften.

Deshalb bestimmte der Deutsche Ringerbund am vergangenen Sonntag, dass aufgrund der geografischen Lage die Aalener in den Osten rücken, so dass jetzt in beiden Staffeln jeweils neun Mannschaften kämpfen.

Trotzdem stimmt man beim KSV die Entscheidung eines Wechsels nur Zähneknirschend zu. Zwar hatte man zuerst dem zugestimmt, sieht jetzt aber nicht viel Sinn zum Wechsel.

Die Funktionäre des DRB stehen auf jeden Fall in der Kritik. Nach dem ganzen Theater um die freiwilligen Abstiege und jetzt dem Wechsel stehen sie nicht besser da. Im Gegenteil, der Gegenwind wird immer stärker.

Update: „Der KSV Aalen 05 zieht seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurück und wird zukünftig in der Oberliga weiter kämpfen“, verkündete KSV-Präsident Edmund Weizmann nun gegenüber DRB und Presse. Durch den Wechsel in die Liga Ost befürchtet der KSV wohl weniger attraktive Kämpfe, weniger Zuschauer und längere Fahrten.

„Beim ersten Gespräch mit Aalen hatte ich den Eindruck, dass es dem KSV ganz gelegen kommt, in den Osten zu wechseln [...], doch dann schlug die Stimmung plötzlich um", so ein irritierter Karl Rothmer (DRB-Vizepräsident für Bundesligaangelegenheiten). Die Begründungen scheinen vorgeschoben, der Wechsel in die Oberliga bereits länger fokussiert. Schon 2005 meldete der damalige KSV Germania Insolvenz an und gründete sich als KSV Aalen 05 neu. Der DRB verzichtete damals auf eine Rückstufung und beließ den einstigen Serienmeister in der höchsten deutschen Kampfklasse. Doch der neue KSV Aalen 05 machte dort weiter, wo der KSV Germania aufgehört hatte und übernahm sich finanziell mit teuren Neuverpflichtungen.

Aalen ist nach dem ASV Hof und der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt das dritte Team, dass innerhalb kurzer Zeit aus der 1. Bundesliga zurückgezogen wird. Das Ausscheiden Aalens stellt den Verband vor gehörige Probleme, da die Mannschaftsdichte in der Ostdivision nun sehr gering ist. Wie es hier weiter geht, wird in den nächsten Tagen entschieden.