Grappling

Deutsche Grappling Liga – Round ONE

Foto via DGL

Das Finale im Januar in Aschaffenburg wurde mit dem ersten Deutschen Meister Sparta Essen gekrönt. Verdient holten sich die Fighter von Trainer Les Herden den „Pott nach Essen“.

Jetzt werden die Karten aber wieder neu gemischt, denn am kommenden Wochenende, Samstag, dem 23. April startet die zweite Saison! Altbekanntes und einiges Neues wird die Zuschauer und Fans ab 11 Uhr in Witten gleich am ersten Kampftag erwarten. Das Regelwerk ist aufpoliert worden, Mannschaften neu hinzu gekommen.

Die Verantwortlichen der DGL (Deutsche Grappling Liga) Franco De Leonardis und Daniel Ackermann haben der Liga noch mehr Spannung eingehaucht. Nicht nur mit einem moderneren Regelwerk, sondern auch mit der Aufteilung der teilnehmenden Mannschaft in drei Divisionen. Diese Divisionen sind regionalbedingt und dadurch transparenter.

Es wird jetzt anstatt drei nur noch zwei Kampftage geben. Vom Wettkampfmodus her werden die gesammelten Siege dieser zwei Kampftage entscheidend sein für den weiteren Verlauf, denn nur die ersten zwei Mannschaften der jeweiligen Divisionen kommen anschließend in das Finale („Final Round“)! Dort wird am letzten Kampftag um den Titel des Deutschen Meisters der DGL gekämpft.

Dem Gewinnerteam winken - neben dem großartigen Pokal und dem Deutschen Meistertitel der DGL - zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro.

In der DIVISON 1 sind die Mannschaft Berliner Grappling Team, die Hamburg Phantoms und die Rostock Vikings am Start. Zum Bedauern der DGL sind leider einige Teams ausgestiegen, da sie kein komplettes Team stellen konnten. Die Divison 1 ist also „leicht besiedelt“ - trotzdem darf man gespannt sein, wer dort das Rennen machen wird.

In der DIVISION 2 befinden sich: Taifun LL, die Ruhrpott Lutadores, Fighter's Choice, das Andyconda Team, Gracie JJ Germany und die Champions der vergangenen Saison – die Spartaner aus Essen. Auch hier stellt sich am Ende die Frage, wer am Ende die meisten Siege mit nach Hause nimmt und sich somit das Anrecht auf das Finale sichert!

In der DIVISION 3 stehen sich die Stuttgart Muchachos, das German Top Team, die AB/FFM Monkeys, die Southside Connection, das Ballterrier Team und die Mainzer Moogons gegenüber. Auch in dieser Division sind spannende Kämpfe garantiert.

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Titelverteidiger Sparta Essen wird auf jeden Fall voll konzentriert und Topfit in Witten erscheinen. Dazu Les Herden: „Was genau passieren wird, kann ich nicht voraus sagen. Es kommt wie immer darauf an, wer auch wirklich seine besten Leute aktivieren kann. Wir haben das eine oder andere personelle Problem und ich kann mir gut vorstellen, dass es den anderen Teams ähnlich ergeht, hoffe ich zumindest.“

Und abschließend: „Als Titelverteidiger kann es für uns nur ein Ziel geben. Und wir werden alles dafür tun, das werden unsere Konkurrenten auch zu spüren bekommen.“

In der ersten Saison hatten die Ruhrpott Lutadores mit Trainer Thomas Holtmann nicht das Glück um ins Finale zu kommen. Er sagt zum Kampftag: „Wir haben leider einige Ausfälle aufgrund von Verletzungen. Wir wollen einige schöne Fights abliefern und damit Werbung für den Sport machen, der Rest wird sich am Wochenende zeigen. Abschließend dann noch die Kampfansage: „Man weiß ja, in unserm Sport ist immer alles möglich.“

Armin Eslami, der Trainer von Taifun Luta Livre wird in Bestbesetzung antreten: „
Wir sind in derselben Besetzung, wie in der vergangenen Saison. Wir werden uns diesmal den Sieg holen. Sind gut drauf. Wir wollen gewinnen.“ Wer Eslami kennt, weiß, dass auch Taten folgen werden.

Die Etablierten sind also trotz einiger Ausfälle gefestigt und topfit. Durch die Neustrukturierung in den einzelnen Divisionen, gab es in dieser einige Neuzugänge. BJJ-Veteran Peter Schira kann mit seinem Team Gracie JJ Germany aus den vollen Schöpfen. Er hat sich sein Team aus seinen rund zwanzig Schulen zusammen gestellt. Trotzdem sagt er vorsichtig: „Wir werden das Beste rausholen, haben das beste Team zusammen. Wir sehen uns aber nicht als Favoriten, wollen die erste Saison in der Liga lernen.“

Und Schira weiter abschließend: „Im zweiten Jahr werden wir angreifen, dann wollen wir eine Rolle spielen. Verlieren wollen wir auf jeden Fall nicht. Ich versuche das BJJ so gut wie möglich voran zu treiben, wie es geht. Man wird sehen, wohin die Reise geht.“

Auch Andreas  Schmidt wird mit einem Team an der Meisterschaft teilnehmen. Sein Team die Team Andyconda hat aber mit ganz anderen Dingen zu kämpfen, dazu Schmidt: „Das Team Andyconda wird in diesem Jahr erstmalig in der Deutschen Grappling Liga vertreten sein. Ursprünglich war geplant die Teammitglieder aus den fortgeschrittenen Mitgliedern der Europäischen Luta Livre Organisation zusammen zu stellen. Jedoch hatten viele der fortgeschrittenen Kämpfer zuvor bereits anderen Teams der DGL ihre Teilnahme zugesichert. So kam es, dass das Team Andyconda nun mit einem reinen Team der Sportschule Köln vertreten ist.“

Trotzdem gibt sich auch der Teamchef kämpferisch: „Bei den Teammitgliedern sind von Veteranen des Sports bis zu unseren talentierten, frischen Talenten, alle vertreten. Wir werden mit dem Team versuchen so gut wie möglich abzuschneiden, und trotz Kampfzeitbegrenzung möglichst viele Kämpfe durch Submission zu entscheiden.“

Als sechstes Team sind Fighter's Choice in der Liga vertreten. Unter der Leitung von Jean-Claude Capanna geht es für die Mühlheimer jetzt kräftig ab, dazu Capanna: „Die Deutsche Meisterschaft ist ein Ziel welches wir kurz über lang sicherlich anpeilen. Bedingt durch Verletzungen, Krankheiten und den Osterferien, werden wir nicht mit dem bestmöglichen Team antreten können.“

Capanna legt aber noch nach und konkretisiert sein Team: „Mit Fighters Choice sind wir ja aktuell sehr aktiv im Thema Kämpfer- bzw Team-Sponsoring unterwegs, so dass Kämpfer aus dem Fighters Choice-Kader die Möglichkeit erhalten, bei der DGL zu kämpfen, deren Team nicht teilnehmen kann oder möchte.
Dieses Jahr werden Kämpfer folgender Teams unter der Fighters Choice Flagge kämpfen: Combat Club Cologne/Siegburg/Bonn, Aligator Rodeo Team, Fight Academy Mülheim, Team Marshmellow.“

Abschließend geht er nochmals auf die Verantwortlichen ein: „Die Arbeit die Franco und Daniel bisher geleistet haben, muss honoriert werden. Und wir wollen unseren kleinen Beitrag dazu leisten.“

De Leonardis und Ackermann selbst freuen sich, dass es wider los geht und appellieren auch an die potentiellen Zuschauer: „Wir hoffen, euch hoffentlich auf mindestens einer dieser Veranstaltungen begrüßen zu dürfen", sagt Daniel Ackermann. Abschließend dazu noch Franco De Leonardis: "Jeder Zuschauer ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen, sich ein Bild von der Klasse und dem hohen Niveau der antretenen Athleten und der ganzen Grappling-Liga zu machen."