Grappling

Daniel Ackerman wurde der schwarze Gürtel verliehen

Foto: Daniel Ackerman

Ein paar Jahre zogen ins Land, doch jetzt wurde Daniel Ackerman aus den Händen von Franco De Leonardis der schwarze Gürtel im BJJ verliehen! Ackerman verdiente sich den Gurt, denn er lebt für seinen Sport. Ackerman und De Leonardis sind die Gesichter der DGL, der Deutschen Grappling Liga. Ackerman zog es durch viele Ringe, über viele Matten. Er schlug viele spannende und attraktive Schlachten im Ring sowie auf der Matte. Ackermans neustes Projekt heißt: Trans4mer-Sports – seine eigene Schule. Ackerman ist ebenfalls der Lehrbeauftragte in Sachen Grappling- und BJJ-Schiedsrichterwesen. Doch jetzt genießt er seinen neuen Grad erst einmal, denn das ist nur eine Momentaufnahme, viele Projekte stehen noch an.

Groundandpound.de: Was für ein Gefühl ist das für dich, jetzt dort zu sein, wo sich jeder Aktive gerne hin wünscht?
Daniel Ackerman: Schwierig zu sagen, ich glaube, ich war schon an dem Punkt, dass der Gürtel für mich nicht mehr diese große Wichtigkeit hatte wie in frühen Jahren. Ich glaube nicht, dass er was über meine Fähigkeiten aussagt, ich glaube, heute war der formale Aspekt für mich tragender.

Da ich mit einigen Freunden zusammen eine eigene Schule eröffnet habe, war es für mich wichtig, diese Formalität abzuschließen, um in der Außendarstellung erfolgreicher sein zu können. Damit möchte ich nicht zum Ausdruck bringen, dass ich mich nicht darüber freue, denn das mache ich!

Ich sehe es als einen weiteren Schritt auf meinem Weg und mal sehen, wo es noch hingeht. Der Sport hat mir viel im Leben gegeben und mich als Mensch geformt. Ich hoffe, ich kann im Trans4mer-Sports meine Philosophie des Jiu-Jitsu an einige Menschen weitergeben.

Wem hast du am meisten zu danken?
Zu danken habe ich vielen Menschen in meinem Leben, im Sport meinem Trainer und Mentor, wenn auch nicht immer einfach, Matthias Werner der mich am Beginn für diese Art des Kämpfens begeisterte und immer an mich glaubte und mich unterstützte. Meinem Freund und Partner Franco de Leonardis, der den Gürtel für mich und Gregor möglich machte und noch vielmehr für die gute Freundschaft, die uns als Kämpfer und heute als Partner in der DGL begleitet.

Auch einen Dank an Peter Angerer, der mir so einige Chancen ermöglichte.

Meiner Trainingsgruppe, die mich seit Jahren begleitet und mich immer wieder auf das Neue anspornt, nicht stehen zu bleiben, voran hier Eddie Steffen und Schotti, die von Anfang an dabei waren.

Wenn du an deine Anfänge zurück denkst, was ist dir in Erinnerung geblieben?
Eine erstaunliche Trainingsgruppe mit sehr vielen inspirierenden Menschen, die so leider heute kein Bestand mehr hat. Viel hartes Training und eine Menge Spaß dabei! Aber auch ein sehr verbissener Mensch mit zerstörerischem Ehrgeiz!

Was ändert sich jetzt für dich?
Nichts!

Was für Projekte verfolgst du gegenwärtig?
Wie schon erwähnt, habe ich eine Schule mit einigen sehr guten Freunden zusammen eröffnet, das "Trans4mer-Sports" in Mainz. Claudia Tiberi übernimmt hier den Part für das Frauenboxen und Kickboxen. Mario Marras und Aleksander Sakotisch sind für das Thaiboxen im Gym zuständig und meine Wenigkeit kümmert sich um das BJJ- und MMA-Training. Wir werden versuchen, nach unseren guten Leistungen im Formen guter Grappler nun auch einig MMA-Kämpfer hervorzubringen, also lasst euch überraschen.

Natürlich werden Franco und ich auch weiterhin versuchen, die DGL auf ein neues Level zu katapultieren, wir haben jetzt unser DGL-Network Deutschland zu etablieren und zu formen. Wir versuchen, auch in der Schweiz und in Österreich etwas aufzubauen, um der Liga ein neues Gesicht zu verleihen.

Vielen Dank für das Interview.
Ich hoffe, ihr besucht mich mal im Transformer-Sport und unterstützt die DGL, um unseren Sport besser in die Öffentlichkeit rücken zu können. Herzlichen Dank an das GnP-Team!