Grappling

BJJ-Blaugurt vereitelt Terroranschlag in letzter Sekunde

Spencer Stone, Anthony Sadler und Alek Skarlatos (v.l.n.r.) auf der Pressekonferenz. (Foto via mixedmartialarts.com)

Um ein Haar hätte es am vergangenen Freitag einen weiteren verheerenden Terrorakt auf europäischem Boden gegeben. Glücklicherweise konnten drei US-Amerikaner und ein Brite den Angreifer kurz vor Beginn seiner Schreckenstat in einem Schnellzug Richtung Paris überwältigen. Spencer Stone, einer der mutigen Männer jenes Abends, machte dabei von seinen Jiu-Jitsu-Fähigkeiten Gebrauch. Zusammen mit seinen Begleitern setzte der BJJ-Blaugurt den Terroristen außer Gefecht.

Spencer Stone saß gemeinsam mit Freunden im Thalys-Schnellzug von Amsterdam nach Paris, als plötzlich ein Zugbegleiter panisch an ihnen vorbeieilte.

„Ich habe tief und fest geschlafen. Mein Freund Alek war neben mir und Anthony saß weiter rechts, schräg gegenüber. Ich habe mich kurz umgedreht und dann sah ich einen Typen mit einem Gewehr, was aussah wie eine AK-47. Er wollte es gerade laden als Alek mir auf die Schulter schlug und daraufhin meinte: Lass uns was tun!’“, so Stone in einem Interview.

„Wir sind über den Gang zu ihm gesprintet und konnten ihn gerade noch rechtzeitig zu Boden bringen. Während ich ihn gewürgt habe, entriss Alek ihm das Gewehr. Der Typ hat dann noch eine Handfeuerwaffe gezogen, die ihm mein Freund ebenfalls abnehmen konnte. Als er dann aber ein Teppichmesser herausholte und auf mich einstach, ließen wir kurz von ihm ab. Während er in der Mitte von uns war, schlugen wir weiter auf ihn ein, ehe ich ihn wieder zu greifen bekam. Irgendwann wurde er dann im Würgegriff bewusstlos. Das ist etwa das, was sich abgespielt hat“, schilderte der 23-Jährige die Situation.

Aufgrund ihres beherzten Eingreifens wurden alle beteiligten Retter durch den französischen Präsidenten François Hollande zu Rittern der französischen Ehrenlegion ernannt.