Grappling

Ana Yagües mit starker Frauenpower

Josephine Evers, Sophie Krambrich, Ana Yagües und Larissa Denk nach dem Turnier. Foto: Ana Yagües

Spanische Klänge in Hamburgs Norden. Die Groundfighters aus Hamburg sind stolz auf den weiblichen Nachwuchs. Dabei ist die Trainerin Ana Yagües selbst noch dick im Geschäft. Die viele Arbeit um die weiblichen Kämpferinnen trägt jetzt Früchte. Yagües ist immer dabei, wenn ihre Mädels auf der Matte ihr Bestes geben. Doch Ana Yagües holt auch selbst die großen Punkte.

Am vergangenen Wochenende kehrte die in Hamburg lebende Spanierin erneut mit drei Titeln aus Berlin zurück. Daneben wurde sie auch noch als beste Technikerin ausgezeichnet. Ob Gi oder No-Gi, überall fühlt sie sich wohl. Aber ihre Liebe ist der Gi. Hier sind ihre Wurzeln.

2012 schraubte Yagües ihre Kampfbilanz auf vier Titel hoch, bei den London BJJ International gewann sie Gold in ihrer Gewichtsklasse bis 58,5kg. In der offenen Klasse gelang ihr der Sprung auf Rang zwei. Bei den Abu Dhabi Pro Trials gab es in der unter 63kg Gewichtsklasse den dritten Platz, obwohl sogar Braun- und Schwarzgurte mit dabei waren. Auch bei den IBJJF European Championships belegte Yagües Platz drei. So kann es für die Spanierin weiter gehen. Jetzt kommen die London BJJ No-Gi Championship am kommenden Wochenende. Hier könnten wieder Titel hinzu kommen, denn auch hier zählt Yagües zum erweiterten Kreis der Favoriten in der bis 58,5kg Gewichtsklasse.

Doch erst einmal genießt Yagües ihren Erfolg vom Wochenende und resümiert: „Ich bin sehr glücklich über den großartiges Verlauf der Wettkämpf für uns. Weil ich diesmal nicht allein unterwegs war, bin ich sogar doppelt froh. Ich habe mit mir auch drei andere Groundfighters-Kämpferinnen, die mitkamen und erfolgreich waren.“

Yagües kümmert sich fast ausschließlich um den Nachwuchs, gibt ihre ganze Erfahrung an sie weiter und führt fort: „Am No-Gi Tag waren nur zwei von uns am Start. Ich gewann meine Gewichtsklasse bis 58,5kg. Josephine Evers holte den dritten Platz. Das war beeindruckend, denn sie ist Weißgürtel, BJJ macht sie erst seit März und trotzdem schaffte sie es auch, sich gegen Blaugürtel durchzusetzen. Das ohne Zeit- und Punktlimit im No-Gi-Bereich, zählen tat nur eine Submission. Sie holte auch den Preis für den härtesten No-Gi Kampf, nachdem sie 27 Minuten gegen Julika Adachi von MMA Berlin kämpfen müsste.“

„Am Gi Tag waren vier Groundfighters-Frauen am auf der Matte. Auch hier schaffte es Josephine, einen Blaugürtel mit einem Armbar zu besiegen, aber leider reichte es nicht fürs Podium. Sophie Krambrich, die bei uns seit eineinhalb Jahren trainiert, erreichte das Finale mit super Technik in maximalem Tempo. Ihren ersten Kampf gewann sie mit einem Triangle in 30 Sekunden, der schnellste Kampf der Veranstaltung, und ihren zweiten Kampf mit Choke aus der Mount, auch nach weniger Minuten.

Larissa Denk, die seit weniger als einem Jahr BJJ macht und in der Gewichtsklasse -69kg kämpfte, zeigte auch eine beeindruckende Leistung. Sie gewannt zwei Kämpfe und setzte sich gegen einen Blaugürtel durch, verlor nur einen Kampf knapp 20 Sekunden vor dem Ende, auch gegen einen Blaugürtel. Sie holte am Ende damit die dritten Platz. Sie bekam den Preis für den härtesten Gi-Kampf. Ich holte dazu auch noch den Open Class Titel, gewann alle meine Kämpfen mit Submission und wurde als beste Technikerin ausgezeichnet.“

Wir haben in kürzester Zeit ein sehr starkes Frauen-Team aufgebaut. Wir haben mit über 13 Frauen wohl das größte BJJ-Frauenteam in Deutschland und eines der größten in Europa. Und viele von diesen Newcomern beweisen sich jetzt auch als sehr starke Wettkämpferinnen. Ich habe als Trainerin kaum Wörter, die beschreiben, wie stolz ich auf sie bin!“

Dann kann es jetzt ja weiter gehen.