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Yair Rodriguez: Ich verdiene einen Top-Ten-Gegner oder mehr Geld für den Zabit-Kampf

Yair Rodriguez erklärt sich (Foto: Endeavor)

Vor zwei Wochen verkündete UFC-Präsident Dana White noch voller Freude einen Federgewichtskampf zwischen Zabit Magomedsharipov und Yair Rodriguez für UFC 227 im August. Nur zwei Tage nach der Ankündigung kam schon die Kehrtwende: Rodriguez soll den Kampf abgelehnt haben und wurde daraufhin entlassen. Nun hat der 25-Jährige, der Whites Aussagen als „Fake News“ bezeichnete, seine Sicht der Dinge erläutert.

Rodriguez überraschte mit einer kurzfristigen Schalte in die MMA Hour von Ariel Helwani und rekapitulierte die Vorgänge rund um seine Absagen gegen Ricardo Lamas und Zabit Magomedsharipov, die zu seiner Entlassung geführt haben. Der 25-Jährige widerspricht den Aussagen des UFC-Präsidenten dabei mehrfach. So soll der Mexikaner sich sowohl für einen Kampf gegen Josh Emmett als auch persönlich bei Dana White für einen Rückkampf gegen Frankie Edgar angeboten haben. Die UFC habe sich jedoch beide Male gegen Rodriguez entschieden und die Kämpfe mit Jeremy Stephens und Brian Ortega besetzt.

„Wir haben mit Sean Shelby gesprochen“, so Rodriguez. „Er hat mich nach Ideen gefragt und ich sagte ihm, dass ich einen Top-Ten-Gegner verdiene, nachdem, was ich in der UFC schon gezeigt habe. Ich bin 6-1 in der UFC. Nicht viele Kämpfer haben eine so gute UFC-Bilanz. Ich weiß, dass ich noch ein hoffnungsvoller, junger Kämpfer bin und so, aber ich habe schon viel geleistet. Ich weiß, wie viele Unterstützer ich habe und ich muss niemandem beweisen, dass ich keine Angst habe.“

Was das Angebot, gegen Ricardo Lamas angeht, so habe es da ein Missverständnis gegeben. Rodriguez gibt an, dem Kampf zugesagt zu haben, aber Lamas habe sich für einen Kampf gegen Mirsad Bektic entschieden. Dabei habe auch der Kampf gegen Zabit Magomedsharipov Fahrt aufgenommen. Als plötzlich der Kampf gegen Lamas doch angeboten wurde, hatte sich Rodriguez wohl gedanklich bereits auf Magomedsharipov eingestellt.

„Ich habe mich gefreut, das Matchup hatte viel Potenzial. Und ich habe da auch Mitschuld, denn eine Woche nachdem Lamas wohl abgesagt hatte, wurde er mir von Shelby erneut angeboten. Aber ich war da schon sehr enttäuscht, weil ich vorher weder einen Top-Ten-Gegner bekommen hatte und mir Lamas schon abgesagt hatte. Ich habe mich dann schon sehr auf Zabit konzentriert. Das Matchup hat stilistisch viel Sinn gemacht. Und wir wollten meinen Vertrag verlängern.“

Das soll die erste Absage an die UFC gewesen sein. Wie Dana White angab, habe Rodriguez dann auch den Kampf gegen Magomedsharipov abgesagt. Doch der Mexikaner wehrt sich und meint, er wollte mit diesem Kampf einen besseren Vertrag für sich aushandeln, weil Magomedsharipov in den Rankings noch nicht in den Top Ten gewesen sein.

„Wir haben über diesen Kampf bei UFC 227 in Los Angeles verhandelt. Ich habe zugesagt, aber ich habe ihnen gleich gesagt, dass ich besser bezahlt werden will, weil ich ein Jahr lang um einen Top-Ten-Gegner gebeten habe. Ich suche mir keine Gegner aus. Ich sage nur, dass ich einen Top-Ten-Gegner verdiene. Egal, wen. Die UFC wollte mir nicht mehr Geld geben, wenn ich gegen Zabit bei UFC 227 kämpfe. Ich habe auch angeboten, den Kampf in Russland zu machen, immerhin hat er mich herausgefordert und ich quatsche nicht viel, ich handele. Das wollten sie auch nicht. Dann habe ich mir gedacht, okay, dann muss ich mir eben etwas Neues überlegen.“

Bevor es dazu kam, überraschte White den Mexikaner erst mit der Ankündigung des Kampfes, obwohl die Verhandlungen noch im Gang waren, und dann kurz darauf mit der Entlassung. Der 25-Jährige zieht seine Lehren aus der Angelegenheit, dürfte aber dank seines Kampfstils und dem großen mexikanischen Markt keine Probleme haben, neue Angebote zu erhalten. Sauer auf die UFC sei er nicht, schloss der Mexikaner ab, nur habe er sich noch nicht bei der UFC und Dana White für die letzten vier Jahre bedanken können.

„Es ist alles gut. Man muss Dinge hinter sich lassen. Leute leben zu lange im gestern. Ich habe gelernt, wenn man in der Vergangenheit lebt, ist man unzufrieden. Wenn man nur an die Zukunft denkt, wird man ängstlich. Wer im Jetzt lebt, der ist glücklich. Ich habe lange für diese Erkenntnis gebraucht, mich nicht mehr von solchen Kleinigkeiten für den Rest meines Lebens ärgern zu lassen. Meine Geschichte hört ja nicht auf. Es ist der Start von etwas Größerem.“