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WADA nimmt Cannabidiol von der Liste verbotener Substanzen

Nate Diaz nach dem zweiten McGregor-Kampf (Foto: ZUFFA LLC)

Seit Jahren ist Cannabis Streitgegenstand. Nicht nur im gesellschaftlichem Diskurs redet man sich über die Droge die Köpfe heiß, auch Profi- und Amateursportler verschiedener Sportarten plädieren regelmäßig für eine Legalisierung. Nun geht die weltweite Andi-Doping-Agentur WADA einen Schritt auf die Sportler zu und nimmt im kommenden Jahr Cannabidiol von der Liste verbotener Substanzen.

Als Nate Diaz nach seinem Rückkampf gegen Conor McGregor auf der Pressekonferenz fröhlich Cannabidiol vor sich hin dampfte, war die Aufregung im Anschluss groß. Der Kalifornier wurde zwar nicht von der USADA gesperrt, erhielt aber eine öffentliche Verwarnung. Solche Situationen gehören nun der Vergangenheit an. Wie die WADA bekannt gab, steht Cannabidiol im kommenden Jahr nicht mehr auf der Liste verbotener Substanzen.

„Cannabidiol ist nicht länger verboten“, schrieb die WADA auf ihrer Internetseite. „Synthetisches Cannabidiol ist kein Cannabinomimetika, allerdings kann Cannabidiol, dass aus Cannabis-Pflanzen gewonnen wird, auch Spuren von THC in verschiedener Konzentration enthalten, was weiterhin eine verbotene Substanz bleibt.“

Begründet wird das dadurch, dass Cannabidiol keine psychoaktive Wirkung besitzt, also rein schmerzlindernd, beruhigend und entzündungshemmend wirkt. Bereits vor einem Jahr hatte Diaz erwähnt, es würde ihm beim Heilungsprozess helfen und gab jedem den Rat, vor und nach dem Training Cannabidiol einzusetzen.

Neben dieser Änderung wurde noch eine weitere Richtlinie zu Gunsten der Kämpfer verändert. Bisher galt die „Wettkampfperiode“, innerhalb derer die Kämpfer sauber sein müssen, bis einschließlich sechs Stunden nach Ende des Wettkampfs. Nun endet dieses Fenster bereits mit der Abgabe der Dopingprobe nach dem Wettkampf.