Boxen

Vitali Klitschko will Bruder Wladimir rächen

Vitali Klitschko(Foto: Flickr.com/Vuxicon MediaEmp)

Vitali Klitschko, der Ältere der Klitschko­-Brüder und mittlerweile Bürgermeister von Kiew, scheint einem Comeback im Boxring nicht abgeneigt. Der ehemalige WBC-Weltmeister würde gegen den aktuellen Weltmeister Anthony Joshua zurückkehren, da er sich die Schuld für die Niederlage seines Bruders gibt. Das gab Klitschko in einem Interview mit FightHubTV zu.

„Ich fühle mich schuldig“, so Klitschko im Interview. „Ich habe ihm aus der Ecke zugerufen, dass er sich nach dem Niederschlag in der sechsten Runde zurückhalten soll. Ich hatte nicht erwartet, dass sich so ein muskulöser Boxer wie Joshua so gut davon erholt. Joshua hat mich überrascht. Er war schnell wieder fit und hat Wladimir gestoppt. Hätte ich das nicht getan, hätte ihn Wladimir vielleicht in der sechsten oder siebten Runde ausgeknockt.“

Nun scheint sich der Bürgermeister Kiews mit Comeback-Gedanken zu beschäftigen. Schon in der Vergangenheit habe ein Bruder den anderen beschützt und gerächt. Warum also nicht nochmal?

„Ich habe gegen Chris Byrd verloren. Wladimir hat ihn zerstört und ausgeknockt. Er hat gegen Corrie Sanders verloren. Ich habe dann im Kampf darauf Corrie Sanders ausgeknockt und meinen Bruder beschützt. Ein Kampf gegen Joshua würde daher einen großen Wunsch erfüllen. Ich weiß, dass ich es wiedergutmachen und den Gürtel meiner Familie zurückbringen kann.“

Vitali Klitschko hatte 2012 seine Karriere mit einer Bilanz von 45 Siegen und zwei Niederlagen beendet. Zuvor hatte er zehn Mal den WBC-Titel im Schwergewicht verteidigt. Seit 2014 ist er Bürgermeister von Kiew, doch ganz mit dem Boxen hat er nicht abgeschlossen.

„Ich vermisse das Boxen sehr. Es wird immer einen großen Platz in meinem Herzen haben. Boxen hat mir viele Chancen ermöglicht, hat mich im Leben nach vorne gebracht. Wladimir war der Beste der Welt. Joshua hat ihn gestoppt, dadurch wurde er zum Besten der Welt. Aber es war nur ein glücklicher Kampf für ihn, ein Glückstag für Joshua.“