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UFC trennt sich von Gewerkschaftsbefürworterin Leslie Smith

Leslie Smith (Foto: LesliesmithMMA/Instagram)

Leslie Smith ist nicht länger Teil der UFC. Die 35-Jährige hätte eigentlich am Samstag in Atlantic City auf Aspen Ladd treffen sollen. Nachdem Ladd das Gewicht verfehlte, entschied sich die UFC dazu, Smith sowohl Antrittsgage als auch Siegprämie zu bezahlen, wodurch der Vertrag mit ihr endete. Pikant dabei, Smith steht dem „Project Spearhead“ vor, einer Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Kämpfergewerkschaft zu gründen.

62.000 Dollar, ohne eine Sekunde im Octagon gestanden zu haben und die Entlassungspapiere. Das ist die Bilanz für Leslie Smith nach der UFC Fight Night in Atlantic City. Die 35-Jährige hätte eigentlich auf Aspen Ladd treffen sollen, der Kampf kam aber nicht zustande, nachdem Ladd das Gewicht um zwei Pfund verfehlte. Zwar hätte Smith Interesse daran gehabt, den Kampf trotzdem anzunehmen, allerdings nur unter einer Bedingung: dass die UFC ihren auslaufenden Vertrag verlängern würde.

Die UFC hatte jedoch kein Interesse daran, weiter mit Smith, die immerhin auf Platz 9 der Rankings steht, zusammenzuarbeiten und zahlte der Amerikanerin nicht nur die Antrittsgage, sondern auch ihre Siegprämie aus. Damit endete Smiths Vertrag, die frühere Invicta-Kämpferin ist damit Free Agent und muss sich nach einer neuen Organisation umsehen.

Die Trennung durch die UFC wäre nicht so pikant, wenn Smith nicht das Project Spearhead anführen würde. Eine Initiative, die eine Kämpfergewerkschaft gründen will. Smith führte das Projekt an und warb öffentlich dafür, dass UFC-Kämpfer eine Berechtigungskarte unterschreiben, um sich vom Project Spearhead vertreten zu lassen. Sobald mehr als 30% der UFC-Kämpfer diese Karte unterschrieben haben, kann das Projekt vom amerikanischen National Labor Realations Board prüfen lassen, ob UFC-Kämpfer als Angestellte oder Freie Mitarbeiter eingestuft werden, ein erster Schritt zur Gründung einer Kämpfergewerkschaft.

Mit der Entlassung von Smith, der lautesten Befürworterin, wurde der Gewerkschaftsinitiative nun ein Knüppel zwischen die Beine geworfen. Die 35-Jährige kann nun nicht mehr am jährlichen Fighter Summit, einer Tagung, zu der die UFC alle Kämpfer einfliegt, teilnehmen und auch ihr Zugang auf UFC-Veranstaltungen ist nun deutlich beschränkt. Inwieweit sie überhaupt weiter am Projekt teilhaben kann, ist ebenfalls ungeklärt, schließlich richtet sich das Project Spearhead exklusiv an UFC-Kämpfer, zu denen Smith nun nicht mehr gehört.

Smith stand insgesamt sechs Mal im Octagon der UFC und gewann vier ihrer Duelle. Smith nahm im Mai 2016 zudem die Herausforderung von Cristiane „Cyborg“ Justino an und stellte sich der Brasilianerin im Catchweight. Zuletzt schlug sie im Juli Amanda Lemos in der zweiten Runde K.o.