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UFC Fresno: Cub Swanson will Brian Ortega in die Schranken weisen

Generationen-Duell: Alter Hase vs. Junger Wilder in Kalifornien (Foto: UFC).

Ein weiteres Wochenende, eine weitere UFC-Show. Dieses Mal in Fresno, Kalifornien unterwegs, bietet die Liga am Samstag ein Duell zweier Top-Federgewichte auf, wenn Veteran und Fan-Favorit Cub Swanson auf das junge Top-Talent Brian Ortega trifft. Viel mehr bekannte Namen bietet die 123. UFC Fight Night nicht auf, knallen dürfte es trotzdem im Octagon.

Das Hauptprogramm von UFC Fresno wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting sowie vom UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Sonntag, 10. Dezember, 0:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 10. Dezember, 2 Uhr
Hauptprogramm (UFC Fight Pass/ran Fighting): Sonntag, 10. Dezember, 4 Uhr

Hauptkampf: Cub Swanson vs. Brian Ortega

Am Samstag in Fresno im Rampenlicht zu stehen, ist sowohl für Cub „Killer Cub“ Swanson (25-7) als auch für Brian „T-City“ Ortega (12-0-0(1)) nur Plan B. Beide Federgewichte hatten, als Frankie Edgar seinen Titelkampf gegen Max Holloway bei UFC 218 absagen musste, auf die Zusage als Ersatz gehofft. Bekommen hat den Zuschlag bekanntermaßen José Aldo, weshalb „Killer Cub“ und „T-City“ sich doch noch in ihrem geplanten Generationenduell messen müssen, um herauszufinden, wer in greifbare Nähe eines Titelkampfes kommt.

Besonders für Cub Swanson wäre eine Niederlage dabei bitter. Der 34-Jährige gehört seit Jahren zur Spitze – sowohl in der WEC als auch in der UFC war „Killer Cub“ nie weit entfernt vom Gold. Ganz bis zum Titel hat der Kalifornier mit den harten Fäusten es aber nie geschafft – schlecht getimte Niederlagen haben die große Chance stets verhindert.

Nach harten Niederlagen gegen Frankie Edgar und Max Holloway, letztere endete für Swanson mit einem gebrochenen Kiefer, hat der Veteran  zuletzt aber wieder Aufwind gefunden: Vier Siege in Folge, zuletzt im unvergessenen „Kampf des Jahres 2016“ gegen Doo Ho Choi sowie im „Kampf des Abends“ von UFC Nashville gegen Artem Lobov, haben Swanson erneut an die Spitze gebracht.

Das womöglich letzte Hindernis vor einer Titelchance heißt nun Brian Ortega. Der 26-Jährige ist sowohl als Amateur als auch im Profi-Zirkus ungeschlagen, lediglich ein nachträglich nicht gewerteter Kampf aufgrund eines positiven Dopingtests schmälert die Bilanz des Grappling-Asses, der außerdem ein Faible für Materialschlachten mit in den Käfig bringt. 

Mit vier vorzeitigen Siegen, u.a. gegen Clay Guida und Diego Brandao, hat der BJJ-Schwarzgurt unter Rener Gracie sich einen Namen gemacht, der große Durchbruch aber fehlt noch. Das soll jetzt gegen einen allseits beliebten und geachteten Veteranen wie Swanson nachgeholt werden – gewinnt der auf Rang sechs gelistete Ortega gegen die Nummer vier, befindet er sich im neuen Jahr in greifbarer Nähe eines Titelkampfes. Verliert er, hat „T-City“ mit 26 Jahren noch genug Zeit, einen weiteren Anlauf zu nehmen. In dieser Hinsicht hat er Cub Swanson etwas voraus. Verliert „Killer Cub, dürfte es das für den 34-Jährigen gewesen sein mit dem UFC-Gold.

Co-Hauptkampf: Jason Knight vs. Gabriel Benitez

Es sind nicht die größten Namen, die in Fresno den zweiten Hauptkampf bestreiten, dafür sorgen Jason „The Kid“ Knight (20-3) und Gabriel „Moggly“ Benitez (19-6) gerne für gute Unterhaltung. Für die beiden Federgewichte geht es hier außerdem um eine Position am unteren Ende der Top 15.

Dorthin hat Jason Knight sich im Laufe von zwei Jahren und sechs UFC-Auftritten vorgekämpft. „The Kid“ nutzte im Dezember 2015 eine Verletzung Mirsad Bektics, um kurzfristig gegen Tatsuya Kawajiri einzuspringen und sammelte nach der Punktniederlage gegen den japanischen Veteranen vier Siege in Folge an - darunter ein Rear Naked Choke gegen Alex Caceres und ein technischer K.o. gegen Chas Skelly, die ihm jeweils 50.000 Dollar für die „Performance of the Night“ einbrachten.

Im Juli stoppte Ricardo Lamas den soliden Lauf des gefährlichen Allrounders, der jetzt seine Position in der Rangliste verteidigen muss. Dort will Gabriel Benitez kommende Woche stehen. Der 29-jährige Mexikaner steht seit 2014 bei der UFC unter Vertrag und konnte drei seiner fünf Kämpfe gewinnen, u.a. gegen Sam Sicilia, den Benitez im September des vergangenen Jahres per Guillotine Choke zum Abklopfen brachte.

Dieser Sieg ist jedoch eingefasst in Niederlagen gegen Andre Fili und Enrique Barzola, sodass Benitez sich nun in einer interessanten Position wiederfindet: Verliert er, stünde nach drei Niederlagen in vier Kämpfen bald sein UFC-Vertrag auf dem Spiel. Gewinnt er, könnte er sich schon Montag in der Top 15 wiederfinden.

Die restlichen Kämpfe von UFC Fresno

Um einen Titel wird so bald wohl niemand kämpfen, der bei UFC Fresno nicht im Hauptkampf steht. Das gilt zumindest dann, wenn man nicht Marlon „Magic“ Moraes (19-5-1) oder Aljamain „Funk Master“ Sterling (14-2) heißt. Zwar sind auch die beiden Bantamgewichte noch mehr als einen überzeugenden Sieg von einer Titelchance entfernt, ein erster Schritt könnte aber ein gelungener Auftritt an diesem Wochenende sein.

Moraes kam im Juni als ehemaliger WSOF-Champion in die UFC und gab prompt eine Punktentscheidung an Raphael Assuncao ab. Vor weniger als einem Monat kehrte er mit einem Punktsieg gegen John Dodson zurück, nun folgt als kurzfristiger Ersatz für Rani Yahya der nächste Einsatz – in Fresno wird der Brasilianer auf Aljamain Sterling treffen.

Der „Funk Master“ startete seine Profi-Karriere mit zwölf Siegen in Folge, gab dann aber wichtige Kämpfe an Bryan Caraway und Raphael Assuncao ab. In den letzten Monaten fand der talentierte Grappler mit Punktsiegen gegen Augusto Mendes und Ex-Champion Renan Barao zurück in die Spur, aber das ist nicht genug für den ambitionierten New Yorker.

Action darf man auch auf dem Vorprogramm erwarten, beispielsweise im Bantamgewichtsduell zwischen Luke „Cool Hand“ Sanders (11-1) und Andre „The Asian Sensation“ Soukhamthath (11-5). Soukhamthath mag seine ersten beiden UFC-Kämpfe geteilt nach Punkten verloren haben - wenn man ihm Raum gibt, dann sind jedoch häufig spektakuläre K.o.-Siege die Folge, gerne auch durch Ellbogentreffer, eingesprungene Kniestöße und Ähnliches. Jetzt muss „The Asian Sensation“ beweisen, dass dies auch in der UFC für ihn möglich ist.

Auch Luke Sanders hat ein Faible für vorzeitig beendete Kämpfe, entweder wie sein Gegner durch Ellbogen und Knie, oder aber via Aufgabe: Seine einzigen beiden UFC-Kämpfe haben auf diese Weise geendet. Zunächst gewann „Cool Hand“ einen „Performance of the Night“-Bonus für seinen Rear Naked Choke gegen den Veteranen Maximo Blanco, dann musste Sanders im März nach einem guten Kampf in Iuri Alcantaras Kneebar abklopfen.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 123: Swanson vs. Ortega
Samstag, 9. Dezember 2017
Save Mart Center in Fresno, Kalifornien, USA


Hauptprogramm (UFC Fight Pass/ran Fighting)
Cub Swanson vs. Brian Ortega
Jason Knight vs. Gabriel Benítez
Marlon Moraes vs. Aljamain Sterling
Scott Holtzman vs. Darrell Horcher
Eryk Anders vs. Markus Perez
Albert Morales vs. Benito Lopez

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Alexis Davis vs. Liz Carmouche
Luke Sanders vs. Andre Soukhamthath
Carls John de Tomas vs. Alex Perez
Frankie Saenz vs. Merab Svalishvili

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Alejandro Pérez vs. Iuri Alcantara
Chris Gruetzemacher vs. Davi Ramos
Antonio Braga Neto vs. Trevin Giles