Ergebnisse

Tom Schwarz stoppt Samir Nebo in Runde vier

Tom Schwarz kehrte erfolgreich in den Ring zurück. Das Schwergewicht feierte in Halle seinen 20. Profierfolg. Der Lokalmatador bezwang Samir Nebo durch technischen Knock-out in Runde vier. Auch Jürgen Uldedaj und Robin Krasniqi triumphierten.

Mit seinen 23 Jahren, konnte Tom Schwarz inzwischen 20 Siege als Profi verbuchen und hält derzeit den WBO-Interconti-Titel sowie die Deutsche Meisterschaft. Der gebürtige Hallenser nutzte seine Reichweiten- und Größenvorteile aus und konnte seinen Kontrahenten meist aus der Distanz dominieren. Fast ausschließlich im Infight wurde Nebo gefährlich, versuchte es immer wieder mit langen Schwingern und zeigte besonders im dritten Durchgang Gegenwehr.

Die Begegnung endete, wie von Schwarz im Vorfeld angekündigt, vorzeitig in Runde vier. Der heimische Kämpfer feuerte immer wieder harte rechte Geraden ab und stellte Nebo schließlich in den Ringseilen. Dieser musste Kombinationen schlucken und drehte sich daraufhin weg, lehnte sich über das oberste Ringseil, während er Fäuste kassierte. Der Ringrichter hatte genug gesehen, griff ein und stoppte den Kampf. Trotz Protest des Herausforderers war der Titelkampf nach 1:50 Minuten in der vierten Runde zu Ende. 

„Ich war voll da. Ich kann das nicht verstehen. Er hätte mich doch ermahnen können“, so Nebo im Abschlussinterview über den Eingriff des Offiziellen. „Wenn es so zu Ende geht, das will niemand. Wir hätten noch ein paar Runden gehen können“, fügte sein Trainer, Kai Kurzawa, hinzu.

SES-Promoter Ulf Steinforth hielt den Abbruch für Regelkonform: „Für mich gibt es Null Diskussionen. Wie soll denn der Ringrichter den Kampf freigeben, wenn Nebo über den Ring hängt, sich wegdreht und sich nicht mehr wehrt? Im Stehen darf nicht angezählt werden. Was soll der Ringrichter machen? Ohne den Abbruch wäre Nebo ganz schwer k.o. gegangen.“

Robin Krasniqi und Jürgen Uldedaj konnten ihre positive Bilanz weiter ausbauen. So war es Krasniqi, der sich gegen den Polen Bartlomiej Grafka einstimmig nach Punkten durchsetzte, während Uldedaj gegen den Tschechen Jakub Synek die Internationale Deutsche Meisterschaft nach Punkten einfuhr.