MMA Deutschland

Sieben Jahre Gefängnis: Cengiz Dana muss hinter Gitter

Cengiz "Mosquito" Dana

Wie bereits berichtet, wurden der MMA-Kämpfer Cengiz Dana sowie dessen 27-jährige Lebensgefährtin Merita H. am 11. November 2016 verhaftet. Die Anklage lautete Zuhälterei, Körperverletzung, räuberische Erpressung und schwerer Menschenhandel. Das Urteil wurde heute, knapp ein Jahr nach der Festnahme, vom Landgericht Düsseldorf bekannt gegeben. Dana muss sieben Jahre hinter Gitter, seine Lebensgefährtin drei.

Der heute 37 Jahre alte Düsseldorfer soll mehrere Frauen mit der sogenannten „Loverboy“-Masche erst gefügig gemacht und anschließend in die Prostitution gezwungen haben. Unterstützt wurde er dabei von seiner Lebensgefährtin.

Die Opfer des Paares seien mindestens vier Frauen im Alter zwischen 19 und 28 Jahren gewesen. Dana habe laut übereinstimmenden Zeitungsberichten dafür gesorgt, dass sie jeglichen Kontakt zu Familie und Freunden abbrachen, bevor sie zur Prostitution überredet wurden, um eine vermeintlich gemeinsame Zukunft zu finanzieren.

Die Frauen wussten voneinander nichts und mussten in Süddeutschland, Frankreich und der Schweiz bis zu 14 Stunden am Tag anschaffen. Wehrten sie sich, soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, die WZ berichtet gar von Schlägen mit einem Gürtel.

Fast den kompletten Verdienst mussten die Vier abgeben. Damit soll das Zuhälterpaar etwa 30.000 Euro im Monat und über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt mehr als eine halbe Million Euro eingenommen haben, womit unter anderem ein Haus und ein Mercedes AMG finanziert worden sein sollen.

475.500 Euro soll die Polizei bei Dana sichergestellt haben, berichtete die Bildzeitung. Diese werden laut Gerichtsbeschluss eingezogen. Außerdem müssen die zwei Angeklagten den vier Frauen Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen.

Dana ist mit 40 Profi-Kämpfen einer der erfahrensten MMA-Fighter Deutschlands und betreute als Manager viele Jahre lang erfolgreiche Kämpfer der German-Top-Ten. Selbst engste Vertraute und Familie sollen vom Doppelleben des Düsseldorfers nichts gewusst haben.