Ergebnisse

Mayweather stoppt McGregor in der zehnten Runde

Floyd Mayweather (Foto: Showtime)

Der „Money Fight“ zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor ist Geschichte. Monatelang schossen die beiden Kämpfer Giftpfeile und frühe Knockout-Prognosen hin und her, am Ende standen sie sich zehn Runden im Boxring gegenüber.

Conor McGregor hat die Sensation verpasst. Der irische UFC-Champion unterlag in seinem Debüt als Profi-Boxer dem ungeschlagenen mehrfachen Weltmeister Floyd Mayweather nach einer respektablen Leistung durch technischen Knockout in der zehnten Runde.

McGregor begann aggressiv, drängte Mayweather in die Seile, doch die Schläge prallten an der Deckung ab. Den ersten Wirkungstreffer, einen Uppercut, konnte ebenfalls der Ire verbuchen. Mayweather begann gewohnt abwartend, allerdings war das Schlagzahl des ungeschlagenen Boxers selbst für seine Verhältnisse gering. McGregor hatte zu Beginn daher auch mehr mit dem Regelwerk zu kämpfen, denn er ließ sich im Infight immer wieder zu kurzen Schlägen auf den Hinterkopf hinreißen, die wiederholt vom Ringrichter angesprochen wurden.

In der vierten Runde wurde Mayweather aktiver, machte das Tempo und jagte McGregor durch den Ring. Der Ire begann zu klammern, da Mayweather nun mit mehr Vehemenz in die Nahdistanz und in den Körper McGregors drängte. Das Duell wurde zunehmend unsauberer und ein frustrierter Mayweather verpasste seinem Gegner nach der fünften Runde dafür noch einen Schubser. Der Amerikaner übernahm anschließend die Kampfführung, während sich bei McGregor die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten.

Denn McGregor wurde auch zunehmend unkonzentrierter und landete weitere illegale Treffer, mal zu tief, mal wieder auf den Hinterkopf. Der Ringrichter beließ es jedoch bei einer Ermahnung. Mayweather spulte hingegen sein Programm ab und setzte McGregor vor allem in der neunten Runde mächtig unter Druck. Der Ire nahm klare Treffer und rettete sich erst in den Clinch und dann gerade so über die Zeit.

Ein weiteres Mal sollte es nicht gelingen. McGregors Kondition war aufgebraucht und Mayweather legte noch einmal nach. Der Ire musste Treffer um Treffer nehmen, wankte an die Seile zurück, steckte weitere Fäuste ein, dann beendete der Ringrichter den Kampf. Technischer Knockout.

Während Mayweather damit den 50. Sieg im 50. Kampf und damit den Rekord unter Dach und Fach brachte, kann sich McGregor zumindest über eine neunstellige Gage und über den Respekt zahlreicher Boxer freuen.

Jack überrollt Cleverly, Davis enttäuscht

Neben dem „Money Belt“ standen auch zwei Weltmeistergürtel in Las Vegas auf dem Spiel. Dabei überrollte Badou Jack im Kampf um die WBA-Krone im Halbschwergewicht Titelverteidiger Nathan Cleverly und feierte einen technischen Knockout in Runde 5. Der als „Zukunft des Boxens“ beworbene Gervonta Davis fiel anschließend in seinem Kampf gegen den Außenseiter Francisco Fonseca mehr durch Tanzeinlagen, denn durch Treffer auf, beendete den Kampf dann mit einem linken Haken in der achten Runde.

Leider ging der Treffer an den Hinterkopf von Fonseca, wurde jedoch nicht geahndet und Davis trotzdem zum Sieger erklärt. Seinen Titel bekam der Amerikaner jedoch nicht zurück, den hatte er am Vortag auf der Waage verloren, sodass nur Fonseca eine Chance auf die Weltmeisterschaft hatte.

Das Programm im Überblick:

Mayweather vs. McGregor
26. August 2017
Las Vegas, Nevada, USA

Floyd Mayweather Jr. bes. Conor McGregor nach 1:05 via T.K.o. in Rd. 10

IBF-Titelkampf im Super-Federgewicht
Gervonta Davis bes. Francisco Fonseca nach 0:39 in Rd. 8

WBA-Titelkampf im Halbschwergewicht
Badou Jack bes Nathan Cleverly via T.K.o. nach 2:47 in Rd. 5

Andrew Tabiti bes. Steve Cunningham einstimmig nach Punkten (97:93, 100:90, 97:93)

Vorprogramm
Yordenis Ugas bes. Thomas Dulorme einstimmig nach Punkten (94:91, 93:92, 93:92)
Juan Heraldez bes. Jose Miguel Borrego einstimmig nach Punkten (97:92, 97:92, 96:93)
Savannah Marshall bes. Sidney LeBlanc einstimmig nach Punkten (40:36, 40:36, 40:36)