UFC News

Matt Serra wird in UFC Hall Of Fame aufgenommen

Matt Serra (Foto: Endeavor)

Matt „The Terror“ Serra hat es in die UFC Hall Of Fame geschafft. Der 43-Jährige wurde im Rahmen der Fight Night am Wochenende als nächster Hall-Of-Famer in der Pionier-Kategorie angekündigt. Serra hatte von 2001 bis 2010 in der UFC gekämpft und stand 14 Mal im Octagon. Sein größter Erfolg war der Knockout gegen Georges St. Pierre und der damit einhergehende Gewinn des UFC-Titels im Weltergewicht.

Matt Serra hat es geschafft. Die größte Underdog-Story der UFC-Geschichte ist nun Teil der hauseigenen Hall Of Fame. Der „Terror“ zieht nun in den Pionier-Flügel der Ruhmeshalle ein. Dorthin, wo bereits sein großes Vorbild Royce Gracie und sein alter Widersacher Matt Hughes auf ihn warten.

Serra begann seine Karriere im Jahr 1999 für die kleine Veranstaltungsreihe Vengeance at the Vanderbilt mit vier schnellen Siegen durch Submission. Bereits zwei Jahre später wurde der BJJ-Schwarzgurt unter Renzo Gracie von der UFC verpflichtet und gab sein Debüt bei UFC 31 gegen Shonie Carter. Schon dieser Kampf ging in die UFC-Geschichte ein, da Serra in der dritten Runde von einer Spinning Back Fist K.o. geschlagen wurde.

Nach zwei Siegen über Kelly Dullanty und Yves Edwards wechselte er ins Leichtgewicht und nahm am Turnier teil, dass die Nachfolge von Jens Pulver regeln sollte. Gegen BJ Penn musste er sich nach Punkten geschlagen geben, anschließend verlor er noch gegen Din Thomas. Nach zwei weiteren Erfolgen musste er gegen Karo Parisyan einen erneuten Rückschlag verkraften, der ihn fast aus der UFC warf.

Mit TUF zum Titel

Serra bekam noch eine Chance und nahm an der Comeback-Staffel von The Ultimate Fighter teil. Dort zeigte er sich als Anführer und kämpfte sich gegen Pete Spratt und Shonie Carter ins Finale, in welchem er Chris Lytle besiegte. Damit verdiente er sich eine Titelchance gegen Georges St. Pierre im Weltergewicht.

Am 7. April 2007 schockte er dann die MMA-Welt mit seinem Erstrunden-Knockout gegen den Kanadier. Der Knockout gehört zu den größten Überraschungen der MMA-Geschichte. Bis heute ist Serra einer von nur zwei Kämpfern, die St. Pierre bezwingen konnten und der einzige, der ihn K.o. schlagen konnte. Serras Zeit an der Spitze sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, im Rückkampf ein Jahr später wurde er von St. Pierre mit Kniestößen zum Körper demontiert.

Der Publikumsliebling wechselte anschließend die Seiten und nahm als Coach an der sechsten TUF-Staffel teil. Im Anschluss daran unterlag er Matt Hughes im Kampf der beiden TUF-Trainer. Bei UFC 109 feierte er mit einem K.o. gegen Frank Trigg seinen letzten Sieg als aktiver MMA-Kämpfer.

Große Ehre für Serra

„Es ist etwas ganz Besonderes, es ist wirklich eine große Ehre“, sagte Serra während der TV-Übertragung am Samstag. „Ich habe immer damit angegeben, dass ich gegen Hall-Of-Famer, Legenden wie BJ Penn und Matt Hughes gekämpft habe und dass sie immer wussten, dass es gegen mich nicht einfach wird. Jetzt bin ich selbst in der Hall Of Fame, das Argument zieht also nicht mehr. Ich bin in guter Gesellschaft. Es ist so eine große Ehre und ich habe nun alle meine Ziele erreicht.“

Serra beendete seine Karriere im Jahr 2010 mit einer Niederlage im Rückkampf gegen Lytle. In seinen 14 UFC-Kämpfen erreichte er insgesamt eine ausgeglichene Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen. Obwohl er nicht mehr kämpft, gehört Serra aufgrund seiner Trainertätigkeit und der privaten Freundschaft zu Dana White immer wieder zum UFC-Tross. Serra betreut unter anderem ex-Mittelgewichtschampion Chris Weidman und Al Iaquinta. Gemeinsam mit Dana White machte er sich vor Jahren in der Serie „Looking For A Fight“ auf die Suche nach Talenten.

Serra ist nach Bruce Connal die zweite Aufnahme in die Hall Of Fame. Connal hatte ab UFC 17 im Jahr 1997 die UFC-Übertragungen produziert und an insgesamt über 300 Events mitgewirkt. Der 61-jährige verstarb im März überraschend. Nun wird er posthum in die Ruhmeshalle der UFC aufgenommen. Die Aufnahme findet im Rahmen der International Fight Week Anfang Juli in Las Vegas statt.