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Mario Yamasaki reagiert auf Kritik seiner Leistung bei UFC Belem

Dana White flucht in den sozialen Netzwerken über Mario Yamasaki. (Fotos: Dorian Szücs & Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Ringrichter Mario Yamasaki wurde nach dem Fliegengewichtsduell zwischen Valentina Shevchenko und Priscila Cachoeira bei UFC Fight Night 125 in Belem stark dafür kritisiert, die Auseinandersetzung nicht vorzeitig abgebrochen zu haben.

„Pedrita“, so Cachoeiras Spitzname, steckte über 200 Schläge ein, teilte selbst nur drei aus und trug nach Meinung vieler Experten dadurch unnötigen Schaden davon. Shevchenko bezwang Cachoeira in Runde zwei dann schließlich per Aufgabe, dominierte jedoch von Beginn an. Die Brasilianerin hatte der kirgisisch-peruanischen Kämpferin nichts entgegenzusetzen. Referee Yamasaki brach die Begegnung trotzdem erst nach dem Abklopfen der Brasilianerin im Rear-Naked Choke ab.

Schlussendlich gab Yamasaki zu, dass er den Kampf hätte mehrfach beenden können, doch da sich Cachoeira infolge seiner Warnungen intelligent verteidigte, ließ er den Kampf weiterlaufen.

„Während der zweiten Runde signalisierte ich Pedrita, dass ich den Kampf abbreche, wenn sie sich nicht bewegt“, so Yamasaki gegenüber den Kollegen von MMAFighting. „Jedes Mal, wenn ich kurz davor war, den Kampf abzubrechen, ermahnte ich sie und sie begann sich zu bewegen, um den Schlägen zu entkommen. Unglücklicherweise kann ich die Anzahl an Schlägen nicht kontrollieren, aber, wenn ein Kämpfer versucht zurückzukommen, dann bleibt er im Spiel. […] MMA ist ein Kontaktsport und kein Kämpfer will, dass ein Kampf abgebrochen wird, ohne dass er die Chance bekommt, das Ergebnis umzukehren. Meiner Meinung nach habe ich Pedrita erlaubt weiterzukämpfen und damit eine echte Kriegerin zu sein. Ich hätte den Kampf beim zweiten Kruzifix oder in der Mount stoppen können, aber sie bewegte sich die ganze Zeit.“

Zudem gab Yamasaki zu, auch beim Abbruch im Rear-Naked Choke gezögert zu haben. Dort griff der Offizielle erst beim zweiten Abklopfen endlich ein: „Ich erkenne auch an, dass ich hätte auch abbrechen können, als sie das erste Mal im Rear-Naked-Choke abklopfte. Ich stoppte nur ein paar Sekunden später.“

Auch UFC-Präsident Dana White äußerte sich in einem Instagram Post über das Vorgehen des dritten Mannes im Octagon. Er lobte Cachoeira zunächst für ihren Einsatz im Kampf gegen Shevchenko und kritisierte Yamasaki im Anschluss mit harten Worten: „Unglücklicherweise ist der Schiedsrichter dafür da, um den Kämpfer zu schützen, aber Mario hat das NICHT GETAN. Das ist nicht sein erster widerwärtiger Auftritt im Octagon. Eine weitere unglückliche Angelegenheit, an der ich nichts ändern kann. Nur die brasilianische Kommission kann das. Und ich hoffe, dass er (Yamasaki) nach diesem beängstigenden und inkompetenten Auftreten nie wieder einen Fuß in das Octagon setzen wird. Gelandete Schläge waren 230 zu 3 (zugunsten von Shevchenko).“

Ob Yamasaki nach seinem letzten Auftritt als Schiedsrichter im Kampf zwischen Shevchenko und Cachoeira mit Folgen seitens der brasilianischen Kommission zu rechnen hat ist unklar. UFC-Präsident Dana White und viele MMA-Kämpfer haben sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch zu Yamasakis Vorgehen als Ringrichter geäußert.