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Kevin Lee: „Khabib geht der Herausforderung aus dem Weg.“

Kevin Lee (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Am Samstag bekommt Kevin Lee die größte Chance seiner bisherigen MMA-Karriere. Gegen Tony Ferguson geht es um den Interims-Titel im Leichtgewicht und damit den Status als Top-Herausforderer auf Conor McGregors regulären Titel. Nun hat der 25-jährige seinen Fahrplan vorgestellt.

2017 ist bisher ein weiteres Jahr ohne einen Kampf von Khabib Nurmagomedov. Nachdem das Leichtgewicht seine Chance auf den Interims-Titel mit einem verpatzten Weight Cut verspielte, warten Fans seitdem auf einen neuen Einsatz des „Eagles“, der scheinbar erneut nicht fit zu werden scheint. Einen angedachten Kampf für Anfang November sagte Nurmagomedov ab, stattdessen bekommt nun Kevin Lee die Chance auf den Interims-Titel.

Und das „Motown Phenom“ hat seine eigenen Pläne mit dem Titel der UFC, die nur am Rande mit Champion Conor McGregor zu tun haben, der sein Augenmerk eher auf einen weiteren Kampf gegen Nate Diaz gelegt hat.

„Ich habe gesagt, ich würde am 2. Dezember bei UFC 218 gegen Khabib kämpfen, aber wer weiß“, so Lee auf einem Pressetermin vor UFC 216. „Conor sagt jetzt, dass er vielleicht früher zurückkehrt, wir müssen also abwarten, wie sich alles entwickelt. Ich habe auf jeden Fall Interesse daran. Ich habe Interesse daran, erst Tony zu schlagen, dann im Dezember gegen Khabib zu kämpfen und dann den Titel gegen Conor zu verteidigen. Aber wir müssen eben abwarten, wie sich alles entwickelt.“

Insbesondere der Status von Nurmagomedov scheint immer mehr Stein des Anstoßes bei Lee zu sein. Er glaubt, dass der ungeschlagene Dagestaner gar kein Interesse daran hat, gegen die Top-Kämpfer der Gewichtsklasse anzutreten:

„Es ist echt komisch. Der Typ kämpft nicht. Was kann ich also tun? Wie lang fehlt der Typ schon wieder? Es ist wieder länger als ein Jahr. Er will einfach nicht gegen jemanden kämpfen. Er will nicht gegen jemanden kämpfen, der ihn fordert. Er will an dieser imaginären Null festhalten, von der er glaubt, dass er sie hat.“

Doch während andere Kämpfer um die Aufmerksamkeit der Fans wetteifern müssen, scheint das für Nurmagomedov nicht zu gelten. Ein Detail, dass auch Lee zu einem Lob bewegt: „Er hat ein ganzes Land hinter sich. Ganz Russland. Der Mann muss nicht einmal kämpfen und ist irgendwie trotzdem in den Medien.