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Justin Gaethje: "Ich muss auf meine Gesundheit achten"

No risk, no fun: Justin Gaethje wird nicht umsonst "Das Highlight" genannt. Tatsächlich ist der Preis sehr hoch (Foto: WSOF).

Justin Gaethje wurde mehrfach als Beteiligter für einen Kampf des Jahres nominiert, jeder seiner letzten drei Auftritte wurde zum jeweiligen Kampf des Abends gekürt. Für seine so unterhaltsame wie intensive Art des Kämpfens zahlt er aber einen hohen Preis. Gaethje selbst gab nun zu, dass die körperlichen Schäden, die sich mit den Jahren angesammelt haben, besorgniserregend seien.

In der MMA Hour erklärte der 29-Jährige, dass er nie eine Karriere als professioneller MMA-Kämpfer angestrebt hatte und doch sei ein Ende bereits absehbar. „MMA ist eine Sportart für junge Leute“, so Gaethje. „Es werden neue Kämpfer nachkommen. Jedes Jahr betreten neue und frische Gesichter die Bühne. Ich habe eine Hochschulausbildung und nie geplant, Kämpfer zu werden.

Ich ging zur Hochschule, ging zum Ringen und nahm an ein paar Amateurkämpfen teil. Nach meinem Abschluss wollte ich ursprünglich entsprechend arbeiten gehen, entschloss mich dann allerdings dazu, professionell zu kämpfen. Ich gewann 18 Kämpfe in Folge und eh ich mich versah, kämpfte ich mit Eddie Alvarez bei einer Pay-per-View Veranstaltung. Ich habe das alles nicht geplant und nun bin ich mitten drin.“

Aufgrund seines harten Kampfstils und im Anschluss an seine zwei ersten Niederlagen, gegen Eddie Alvarez und Dustin Poirier, gab „The Highlight” zu, dass er besorgt um seine Gesundheit sei: „Nach drei harten Kämpfen in Folge innerhalb eines Jahres sagten einige Leute um mich herum, dass ich auf meine Gesundheit achten müsse. Es gab zuletzt einige Kämpfer in der UFC, die mehrfach komplett bewusstlos geschlagen wurden. Ich war bisher nie komplett bewusstlos nach einem Knockout und habe im Anschluss an meine Kämpfe alle Gesundheitstests bestanden. Aber natürlich ist es nicht ungefährlich, was wir da tun.

Wir kämpfen, um Geld zu verdienen. Wenn man das Duell zwischen Edson Barboza und Kevin Lee gesehen hat, dann weiß man, dass beide großen Schaden genommen haben. Kevin Lee hat zwar gewonnen, jedoch einen harten Tritt gegen den Kopf abbekommen. Und so etwas ist nicht gut für das Gehirn. Ich kann nicht sagen, dass ich nachts beängstigt im Bett liege, ich habe mich schließlich dafür entschieden und ich verdiene mein Geld damit. Ich versuche nur zweimal im Jahr zu kämpfen, damit der Schaden sich nicht zu stark addiert.“

Nach Beendigung seiner Karriere als MMA-Kämpfer plant Gaethje, im Bereich der sozialen Arbeit tätig zu werden. „Ich hoffe, durch MMA genügend Geld anzusparen, um mir einige Grundstücke kaufen und im Anschluss damit mein Geld verdienen zu können. Außerdem will ich als Sozialarbeiter tätig werden, zum Beispiel in einer Jugendstrafanstalt.“

Im Anschluss an seine Auseinandersetzung mit Dustin Poirier erwähnte der US-Amerikaner, dass er nur noch fünf Kämpfe bestreiten will, bevor er seine Karriere beendet.