Boxen

Juan Manuel Marquez beendet Karriere

Nach Wladimir Klitschko hat nun der nächste große Champion seine Boxkarriere beendet. Der ehemalige Weltmeister in vier Gewichtsklassen, Juan Manuel Marquez, hängt seine Handschuhe an den Nagel.

Juan Manuel Marquez (56-7, 40 K.o.) galt als einer der größten Boxer in Mexiko. Der Knockout gegen Manny Pacquiao im Jahr 2012 zählt heute noch zu den spektakulärsten Szenen im Boxsport. Der einstige Buchhalter begann das Boxen mit acht Jahren. Die ersten Wettkämpfe folgten mit 13. Insgesamt bestritt der Mexikaner 36 Amateurkämpfe, von denen er 35 gewann. 

1993 debütierte der damals 20-Jährige bei den Profis, wobei er im ersten Kampf via Disqualifikation scheiterte. Daraufhin folgte eine sechs Jahre anhaltende Siegesserie. 1999 bekam Marquez gegen Freddie Norwood die erste WM-Chance, die er nach Punkten verlor. Weltmeister durfte sich der Mexikaner 2004 nennen, als er Orlando Salido nach Punkten schlagen konnte.

Es folgten Schlachten gegen Marco Antonio Barrera, Juan Diaz und Michael Katsidis, die Marquez allesamt gewann. Unabhängig davon unterlag Marquez 2004 Floyd Mayweather deutlich nach Punkten, „Dinamita“ wechselte damals jedoch vom Leichtgewicht ins Weltergewicht.

Die Tetralogie gegen Manny Pacquiao dürfte Boxfans bekannt sein, die eine oder andere Entscheidung war kontrovers. Den letzten Kampf lieferte sich der in Mexiko-City lebende Boxer 2014 mit Mike Alvarado, den er nach Punkten deutlich besiegte. Der Mexikaner galt als aggressiver Konterboxer, der neben seinem Eisenkinn noch ordentlich Dampf in den Fäusten hatte und damit das Klischee des mexikanischen Boxers erfüllte. Ein Platz in der Hall of Fame dürfe für Juan Manuel Marquez garantiert sein.