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GSP: „Im Kampfsport geht es nicht darum, wer die größten Eier hat“

Georges St. Pierre (Foto: Florian Sädler)

Georges St. Pierre ist zurück! In der Nacht zum Sonntag konnte der Kanadier nach vier Jahren Auszeit sein erfolgreiches Comeback feiern und Michael Bisping um den UFC-Titel im Mittelgewicht erleichtern. Nach dem Kampf bei UFC 217 erinnerte er die Zuschauer im Interview daran, worum es im Kampfsport eigentlich geht.

„Im Kampfsport geht es nicht darum, wer die größten Eier hat“, sagte St. Pierre im Post-Fight-Interview im Octagon. „Entschuldigt meine Worte. Es geht um Technik, um das Stellen von Fallen und um Intelligenz. Ich habe gegen einen größeren Mann gekämpft und wollte das heute allen meinen Fans beweisen.“

St. Pierre stieg bei UFC 217 in New York erstmals wieder ins Octagon, nachdem er Ende 2013 seinen UFC-Weltergewichtstitel niederlegte, um sich vorrübergehend vom Sport zu entfernen. Gegen UFC-Champion Michael Bisping bekam er dabei direkt die Chance, in einer neuen Gewichtsklasse nach dem Gold zu greifen. In der dritten Runde konnte er Bisping mit einem Schlag zu Boden schicken und schlussendlich per Rear-Naked Choke schlafen schicken.

„Ich habe viele seiner Videos studiert“, erklärte GSP. „Ich wusste, dass er Probleme mit Schlägen hat, die zu seiner rechten Seite kommen. Unser Plan war es, zu seiner linken Seite zu faken und ihn zur rechten zu schlagen. Das haben wir die meiste Zeit des Kampfes gemacht. Es war ein Trick. Manchmal stelle ich Fallen. Ich habe mehr Erfahrung. Vor ein paar Jahren habe ich immer versucht, die Dinge zu erzwingen und ich denke, beim Kämpfen ist es das Beste, wenn man seinem Gegner ein paar Fallen stellt.“

Leicht hatte es St. Pierre im Kampf gegen Bisping aber nicht. Vor allem in der zweiten Runde musste er von dem Briten so einige Schläge einstecken und wurde am Boden von zahlreichen Ellenbogen mit Platzwunden versehen.

„Er hat mir wirklich sehr wehgetan“, gab GSP zu. „Mehrfach war ich benommen. Ich habe versucht es zu verstecken, aber ganz ehrlich: den Kampf will ich nicht noch einmal kämpfen. […] Michael ist der härteste Typ, gegen den ich bis jetzt gekämpft habe. Der Mann ist verblüffend. Ich bin ein Kämpfer, aber ich bin schon lange ein Fan von diesem Mann. Er ist ein echtes Beispiel für harte Arbeit und Durchhaltevermögen im Sport.“