MMA Deutschland

Grabinski, Santos und Baal im Wortgefecht vor GMC 13

Mohamed Grabinski, Joilton Santos und Anatolij Baal (v.l.n.r.) im Wortgefecht vor GMC 13. (Fotos: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Am vergangenen Wochenende gab Mohamed Grabinski Termin und Gegner für die nächste Verteidigung seines GMC-Leichtgewichtstitels bekannt. Bei der 13. Ausgabe der Veranstaltung am 16. Dezember wird er das Gold gegen den Brasilianer Joilton „Peregrino“ Santos aufs Spiel setzen. Doch nicht alle waren mit dieser Begegnung einverstanden. Auf Instagram meldeten sich Anatoli Baal und sein Trainer Yasin Mengüllüöglü zu Wort. Daraufhin wurde es turbulent.

Im November des vergangenen Jahres, konnte Mohamed Grabinski mit einem Aufgabesieg über Paulo Boer den GMC-Titel im Leichtgewicht sichern. Im April 2017 stand dann bei GMC 11 die erste Titelverteidigung an. Herausforderer war Anatoli „Siberian Tiger“ Baal. Doch dieser Kampf fand nie statt, Grabinski sagte wenige Tage vor der Veranstaltung verletzungsbedingt ab. Für Baal konnte so kurzfristig kein Ersatzgegner gefunden werden. Das nahmen der „Sibirische Tiger“ und sein Trainer Yasin Mengüllüöglü nun zum Anlass, gegen den anstehenden Titelkampf Grabinskis gegen „Peregrino“ Stellung zu beziehen.

„Es gibt noch eine offene Rechnung vom April“, so Baal unter der Instagram-Meldung, die Grabinskis Titelkampf im Dezember ankündigte. Der Titelträger konterte rasch mit den Worten: „Stell dich hinten an.“

Andere Nutzer wiesen darauf hin, dass der Kampf schon einmal angesetzt war und von Grabinski abgesagt wurde. Darauf meldete sich dessen Trainer Nordin Asrih zu Wort und brachte zudem Leo Zulic als weiteren möglichen Herausforderer ins Spiel. Zulic hatte Baal bei GMC 9 besiegt. „Wenn einer sich melden sollte, dann ist das Zulic, ihr MMA Experten“, so Asrih.

An diesem Punkt schaltet sich Baals Trainer Yasin Mengüllüöglü in die Diskussion ein und beklagt die kurzfristige Absage Grabinskis vor dem Kampf im April und unterstellte, dass schon vor der offiziellen Absage klar gewesen wäre, dass der Düsseldorfer nicht antreten würde und nicht eine Verletzung der Grund für die Absage gewesen sei: „Wo war die Ehrlichkeit eigentlich im April? Anatolij hat bis 5 Tage vor dem Kampf hart trainiert und Gewicht gemacht. Mohamed ist noch kurz vor dem Kampf mit ca. 90kg rumgelaufen, und es war klar, dass er da nicht mehr kämpft. War das korrekt? Der Kampf war angesetzt, 2 Monate Vorbereitung. 2 Tage vorher ist er anscheinend verletzt. Wir kennen die gleichen Leute und ich weiß Bescheid.“ Asrih stritt diese Anschuldigungen ab und blieb bei Zulic als Wunschgegner.

Daraufhin meldete Grabinski sich selbst zu Wort und warf ein, dass die Kampfpaarung im Dezember eine Entscheidung des Veranstalters war: „Falls du es noch nicht weißt, es haben die Veranstalter entschieden, dass für GMC 13 Peregrino mein Gegner ist (auch mehr oder weniger einer deiner Jungs oder!?)...und danach kümmere ich mich gerne um deinen anderen Jungen.“

Dies wiederum bestritt Mengüllüöglü: „Laut Veranstalter seid ihr die, die sich für Joilton entschieden haben.“ Grabinski erklärte daraufhin: „Das ist nicht ganz richtig. Der Vorschlag kam vom Veranstalter gegen Joilton zu kämpfen...klar, das Entscheiden kommt letztendlich von beiden Seiten, da stimme ich dir zu.“

An dieser Stelle klinkte sich Baal in die Diskussion ein und verkündet vollmundig: „Wenn es sein muss, klatsche ich euch beide hintereinander weg, und wenn einer wieder zu sich kommt, kann ich denjenigen gerne nochmal weghauen. Ihr habt nichts von dem verstanden, was es heißt ein Martial Artist zu sein!“

Grabinski und Asrih konterten die Kampfansage direkt. „Du Lappen leidest an Realitätsverlust. […] Jetzt wirst du dich ganz weit hinten anstellen müssen, für diese Aussage. Dir fehlen noch 10 Kämpfe. Außerdem: Meinst du, man hat jeden zu Mohamed Ali in den Ring gelassen, weil er Boxen könnte? Falscher Weg, um einen Kampf gegen die Elite zu bekommen!“

Nach diesem verbalen Schlagabtausch meldet sich dann auch noch Titelherausforderer Santos zu Wort: „Gegen Grabinski zu gewinnen wird einfach für mich. Wenn der Veranstalter es erlaubt, würde ich zwei Kämpfe in einer Nacht machen und zuerst Asrih und dann Grabinski abfertigen. […] Bitte erwähnt meinen Namen nicht mehr. Lasst es uns einfach im Dezember klären. Ihr könnt entscheiden, ob ihr am gleichen Tag sterben wollt oder auf verschiedenen Events.“

Große Worte auf allen Seiten heizen also schon mal ein, für GMC 13 im Dezember.