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GNP1-Matchmaker: Kann Jeremy Stephens nach dem Titel greifen?

Auf Erfolgskurs: Jeremy Stephens holte am Wochenende seinen dritten Sieg in Folge (Foto: Florian Sädler).

Der dritte Besuch der UFC in Orlando, Florida konnte nicht mit allzu vielen großen Namen aufwarten, bot dafür aber reichlich Action. Außerdem haben gleich mehrere Gewichtsklassen neue potentielle Herausforderer gefunden, nachdem Jeremy Stephens, Jéssica Andrade und Ilir Latifi auf dem Hauptprogramm überzeugende und teils überraschende Siege holen konnten.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die drei besten Leistungen des Abends.

Jeremy Stephens

Nach drei sehr überzeugenden Siegen, zuletzt dem brutalen Knockout gegen Josh Emmett am Samstag, hätte sich Jeremy Stephens eine Titelchance sicherlich verdient. Dank der Verletzung von Federgewichtschampion Max Holloway wird sich der nächste Titelkampf aber nach hinten verschieben und wohl ohnehin an den Sieger des Duells zwischen Frankie Edgar und Brian Ortega gehen, die an diesem Wochenende bei UFC 222 aufeinandertreffen werden.

Stephens selbst hat nach seinem Sieg am Samstag angekündigt, nicht auf eine etwaige eigene Chance warten zu wollen, sondern weiterzukämpfen. Fragt sich nur, gegen wen. Die meisten Top-Federgewichte hat der 31-Jährige, der seit elf Jahren Teil der UFC ist, schon vor sich gehabt. Das gilt auch für Darren Elkins, der in Fan-Foren als nächster Gegner für Stephens im Gespräch war. Stephens hat "The Damage" allerdings bereits deutlich nach Punkten besiegt, wenn auch 2014.

Auf Rang eins der Rangliste steht noch immer ein Ex-Champion, der noch nicht gegen Stephens angetreten ist und der einen spektakulären Kampf versprechen würde. Die UFC müsste nur hoffen, dass in diesem Duell der Richtige gewinnt - nämlich nicht derjenige, der zuletzt zweimal hintereinander gegen den Weltmeister verloren hat. Nächster Gegner: José Aldo

Jéssica Andrade

Mit ihrem zweiten Sieg in Folge nach dem verpatzten Titelkampf im Mai des letzten Jahres steht Jéssica Andrade vor ihrer zweiten Chance aufs Gold. Ihr Arbeitssieg gegen Tecia Torres dürfte die Brasilianerin ganz oben in der Gewichtsklasse platzieren. Zumindest direkt hinter Weltmeisterin Rose Namajunas und Ex-Championess Joanna Jedrzejczyk, die im April zum zweiten Mal aufeinandertreffen werden.

Sollte Andrade sich für das Risiko entscheiden, auf ihre Chance zu warten, müsste sie also eventuell gar nicht allzu lange aussetzen. Im Sommer könnte es zu einem Kampf gegen Namajunas oder Jedrzejczyk kommen, sofern sich niemand verletzt oder der Kampf doch an jemand anderen geht. Nächste Gegnerin: Rose Namajunas oder Joanna Jedrzejczyk

Ilir Latifi

Fünf von sechs Kämpfen hat die schwedisch-albanische Dampfwalze Ilir Latifi zuletzt gewonnen und sich spätestens am Wochenende mit seinem Aufgabe-Sieg gegen Ovince Saint Preux für Größeres qualifiziert. Ob er tatsächlich, wie gefordert, Champion Daniel Cormier vor die Fäuste bekommen wird, ist allerdings fraglich.

Denn „DC“ wird zunächst versuchen, sich auch noch den Schwergewichtstitel von Stipe Miocic zu sichern, und dieser Kampf steigt erst im Juli. Selbst wenn Latifi die nächste Titelchance im Halbschwergewicht bekommen sollte, würde er darauf also bis in den Spätherbst oder Winter warten müssen. Wahrscheinlicher ist, dass er vorher noch einmal gegen einen anderen Top-Kämpfer ran muss, um sich endgültig auf diesem Niveau zu beweisen. Nächster Gegner: Volkan Oezdemir