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Glory Redemption: Verhoeven schickt Saddik schlafen

Glory hat das Kampfsport-Jahr 2017 mit einem Knall beendet. Die Zuschauer im ausverkauften Ahoy von Rotterdam waren Zeugen einer spannenden Veranstaltung, bei dem es auch die eine oder andere Überraschung gab.

Verhoeven behält die Oberhand
Er kam, er sah - und nach einer Schlacht machte Glory-Schwergewichtschampion Rico Verhoeven in der fünften Runde sein Versprechen wahr, er schickte Jamal Ben Saddik schlafen. Doch bis dahin musste der Champion in der Auftaktrunde durch das Feuer gehen, wurde hier von Saddik schwer getroffen und wackelte gewaltig. Verhoeven kam in der zweiten Runde zurück und weil Saddik einen Gang herunter geschaltet hatte, war es für den Titelträger ein Leichtes, seine Treffer ins Ziel zu bringen. Dennoch blieb Saddik gerade mit seinen Fäusten immer brandgefährlich, schaffte es aber nicht Verhoeven noch einmal wie in Runde eins zu treffen. Dafür kassierte der Herausforderer in der letzten Runde einen Kick zum Kopf, wackelte zurück in die Seile und wurde von dort von Verhoeven zu Boden geschickt. Zwar wurde der Kampf noch einmal frei gegeben, aber es dauerte nur wenige Momente, bis Saddik erneut von einem Schlaghagel des Titelträgers eingedeckt wurde - und fast zeitgleich als der Ringrichter dazwischen ging, beendete auch die Ecke von Saddik das Duell. Rico Verhoeven schnappte sich nach dem Kampf das Mikrofon und sprach seinerseits eine erneute Herausforderung an Badr Hari aus. Dieser wird auch den Hauptkampf von Glory 51 bestreiten - ein Event, der am 3. März erneut im Ahoy von Rotterdam stattfinden wird. Dort wird es aber noch nicht gegen Verhoeven gehen.

Pereira verteidigt Titel vorzeitig

Noch im April dieses Jahres musste sich Alex Pereira im Finale des Contender-Tournaments von Glory 40 in Kopenhagen klar nach Punkten geschlagen geben. Im Oktober überraschte der Brasilianer dann, als er Simon Marcus den Titel im Mittelgewicht Dank einer dominanten Vorstellung abnehmen konnte. Trotzdem trauten ihm nicht viele zu, den Titel auch gegen Yousri Belgaroui zu verteidigen - sie sollten aber eines besseren belehrt werden. In Runde drei wurde Belgaroui nach einer Kombination (rechte Hand und linkes Knie) angezählt. Der Cut welcher sich gebildet hatte, wurde daraufhin vom Ringarzt untersucht und dieser sprach die Empfehlung aus, den Kampf zu stoppen. Erfolgreiche erste Titelverteidigung des Brasilianers Alex Pereira, wenngleich man sich als Kämpfer das Ende eines Kampfes anders vorstellt.

Ilunga schaltet Duut aus
Sie lieferten sich vor einem Jahr den Kampf das Jahres 2016 und es stand 1-1 zwischen den beiden Halbschwergewichten Danyo Ilunga und Michael Duut. Eine Entscheidung musste her und Ilunga, für den es in seinen letzten Kämpfen nicht optimal gelaufen war, zeigte sich sehr gut eingestellt. Anders aber, als noch beim letzten Kampf, hatten diesmal beide Kämpfer eine bessere Deckungsarbeit, doch war es Ilunga, der mit seinem beweglichen Stil einen nur schwer zu treffenden Gegner darstellte. Dennoch konnte Duut mit seiner Masse Ilunga das eine oder andere Mal in Bedrängnis bringen, allerdings davon zu wenig. Stattdessen drehte der Waldbröler in der dritten Runde auf, erwischte Duut mit einem Haken und knipste dem Holländer damit die Lichter aus. Nach sieben Niederlagen in Folge kehrte Ilunga mit diesem Sieg auf die Siegerstraße zurück - und das spektakulär.

Holzken`s Talfahrt hält an

Zwei Niederlagen in Serie, da musste man bei Nieky Holzken schon lange suchen, um ein solches Szenario zu finden - genauer gesagt fast zehn Jahre zurück. Nachdem sich der ehemalige Champion im Weltergewicht zuletzt gleich zwei Mal gegen Cedric Doumbè geschlagen geben musste, sollte gegen Alim Nabiev aus Aserbaidschan die dringend benötigte Wende erfolgen - eigentlich. Denn Alim Nabiev kaufte dem Holländer sprichwörtlich den Schneid ab und konnte sich durch einstimmigem Punktentscheidung durchsetzen und seinen zweiten Sieg im zweiten Kampf bei Glory feiern. Was mit Holzken in der Zukunft passiert? Das muss man wohl abwarten. Förderlich für die Karriere war die Niederlage gegen Nabiev sicherlich nicht.

Glory: Redemption
9. Dezember 2017
Ahoy, Rotterdam


Glory-Titelkampf im Schwergewicht

Rico Verhoeven bes. Jamal Ben Saddik durch K.o. in Runde fünf

Glory-Superfight im Halbschwergewicht
Danyo Ilunga bes. Michael Duut durch K.o. in Runde drei

Glory-Superfight im Federgewicht
Bailey Sugden bes. Chenglong Zhang durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Contender Kampf im Federgewicht
Petchpanomrung Kiatmookao bes. Zakaria Zouggary durch K.o. in Runde drei

Glory 49: Superfight Series
Glory-Titelkampf im Mittelgewicht
Alex Pereira bes. Yousri Belgaroui durch T.k.o. in Runde drei

Glory-Superfight / Weltergewicht
Alim Nabiev bes. Nieky Holzken durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Superfight / Schwergewicht
D`Angelo Marshall bes. Ismael Londt durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Superfight / Schwergewicht
Anderson Silva bes. Brian Douwes durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Superfight / Weltergewicht
Eyevan Danenberg bes. Jamie Bates durch einstimmige Punktentscheidung

Glory 49: Rotterdam
Glory-Contender Tournament im Leichtgewicht / Finale
Stoyan Koprivlenski bes. Tyjani Beztati durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Superfight / Leichtgewicht
Christian Baya bes. Samo Petje durch K.o. in Runde eins

Glory-Superfight / Weltergewicht
Omar Moreno bes. Anying Wang durch einstimmige Punktentscheidung

Glory-Contender Tournament im Leichtgewicht / Halbfinals
Tyjani Beztati bes. Niclas Larsen durch einstimmige Punktentscheidung
Stoyan Koprivlenski bes. Maykol Yurk durch K.o. in Runde eins