Thai/Kickboxen

Glory 46: Die Nachwehen von China

Der erste Event von Glory in China ist Geschichte. Eine richtige Überraschung gab es im Titelkampf des Mittelgewichts zu vermelden. Lange ausruhen ist nicht, denn schon in knapp zwei Wochen steht Glory 47 vor der Tür.

 

Pereira vs. Belgaroui 2

Wohl nur wenige hatten damit gerechnet, dass Simon Marcus seinen Titel im Mittelgewicht, den er gerade erst bei Glory 40 in Kopenhagen erneut um seine Hüften geschnallt bekam, gegen Alex Pereira wieder abgeben würde. Die Überraschung war perfekt, auch wenn Pereira sich nicht lange auf den Lorbeeren wird ausruhen können. Denn der nächste Titelaspirant steht bereits in den Startlöchern und gegen ihn hatte Pereira in diesem Jahr schon ein unliebsames Vergnügen. Yousri Belgaroui gewann bei Glory 45 den Contender-Kampf gegen Jason Wilnis und wird nun am 9. Dezember bei Glory 49 auf Alex Pereira treffen. Wie gerade erwähnt, hatten beide bei Glory 40 im Finale des Contender-Tournaments bereits das Vergnügen miteinander - Belgaroui gewann deutlich nach Punkten. 

 

Verhoeven mit Kampfansage

Mit weniger Mühe als erwartet gewann Rico Verhoeven den Hauptkampf der Superfight Series gegen UFC-Veteran Antonio Silva. Vor allem seine Lowkicks konnte Verhoeven immer wieder gefährlich in das Ziel und Silva aus dem Gleichgewicht bringen. Nach mehreren harten Treffern beendete der Ringrichter das Duell in Runde zwei. Der Titel von Verhoeven stand dabei allerdings nicht auf dem Spiel, da der Kampf nur auf drei Runden angesetzt war. Dafür muss er ihn am 9. Dezember in Rotterdam gegen Jamal Ben Saddik verteidigen und das wird gewaltig schwerer werden, als noch gegen Silva. Wenn nur an die Szenen von der Glory-Veranstaltung in Brüssel denkt, als sich beide gefährlich gegenüberstanden - da knisterte es schon gewaltig und die Spannungen werden sich dann im Dezember entladen.

 

Erneute Chance für Pascal Schroth?

Ein erfolgreiches Debüt konnte der gebürtige Bremerhavener Pascal Schroth bei Glory 46 feiern. Er gewann den ersten Kampf des Abends via Punktentscheidung gegen Qinghao Meng aus China. Der Anfang ist also gemacht und es gibt eigentlich keinen Grund, dass Schroth nach dieser Leistung nicht noch einmal für Glory in den Ring steigen wird. Immerhin ist das Leichtgewicht von Glory stark besetzt und da darf man gespannt sein wo, wann und wie es für Schroth weitergehen wird. Verdient hat er es sich allemal.

 

Zhang lässt Landsleute jubeln

Changlong Zhang sorgte mit seinem Sieg im Qualifikations-Tournament im Federgewicht für einen Lichtblick bei seinen Landsleuten. Nun hat der Chinese damit aber keinen Titelkampf sicher, sondern wird bei nächster Möglichkeit einen Platz in einem offiziellen Contender-Tournament erhalten. Ein solches wird zwar schon bei Glory 47 am 28. Oktober stattfinden, da dürfte die Zeit allerdings viel zu kurz sein. Vielmehr wird Zhang sich bis in das nächste Jahr gedulden müssen um in einem solchen zu stehen.