UFC News

Erste Runde im Fox-Poker vorbei: UFC testet den Markt

Steht die Partnerschaft von Fox und der UFC vor dem Ende? Die MMA-Organisation und der amerikanische TV-Sender verließen die exklusive Verhandlungsphase ohne eine Einigung. Somit kann sich die UFC nun auf dem Markt nach einem neuen TV-Partner umsehen.

Als die UFC 2011 eine Einigung mit dem TV-Riesen Fox verkündete, galt das als Meilenstein der UFC-Geschichte. Nachdem man jahrelang entweder nur auf Pay-Per-View oder dem Nischensender SpikeTV lief, war der Schritt zu einem der Top-Sender ein wichtiger Schritt in Richtung Mainstream-Publikum. Für vier jährliche große Fox-Shows, kleinere Fight Nights auf den Nebensendern Fuel TV und Fox Sports 1 und weiteren TV-Formaten wie etwa „The Ultimate Fighter“ legte Fox ungefähr 100 Millionen Dollar pro Jahr auf den Tisch.

Nun steht der nächste TV-Deal an, die Fox-Kooperation endet im kommenden Jahr. Bereits seit längerem befinden sich die beiden Partner in Verhandlungen über einen neuen Vertrag, nun ist jedoch die Periode vorbei, in der Fox ein exklusives Verhandlungsrecht hatte. Jetzt kann die UFC wie ein Kämpfer „den Markt testen“ und Angebote anderer Bieter einholen. In der jüngeren Vergangenheit wurden Sender wie ESPN oder auch Showtime mit der UFC in Verbindung gebracht. Fox ist natürlich weiterhin im Spiel.

WME-IMG trachtet nach einer Steigerung der jährlichen Einnahmen, um den Kaufpreis der UFC von vier Milliarden wieder hereinzubekommen. Inwieweit das möglich ist, ist die große Frage der nächsten Monate. So wurden sowohl bei ESPN als auch Fox Sports Stellen gestrichen und die Entwicklung hin zum Streaming und weg von klassischen TV-Anbietern haben auch die Abonnements und Einschaltquoten in Mitleidenschaft gezogen.