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Dana White: „Weight-Cut-Problematik wird durch mehr Gewichtsklassen nicht gelöst“

Dana White (Foto: Dorian Szücs)

Immer wieder riskieren Kampfsportler schon vor einem anstehenden Duell ihre Gesundheit, indem sie vor der offiziellen Waage mithilfe von verschiedensten Methoden möglichst viel Gewicht verlieren, um im Kampf dann einen eventuellen Gewichtsvorteil zu haben. Sportkommissionen und Verbände haben in der Vergangenheit bereits Vorgehensweisen durchgesetzt, um das Problem im MMA-Sport etwas einzudämmen. Ein häufig vorgeschlagener Lösungsansatz ist die Einführung neuer Gewichtsklassen – ein Vorschlag, von dem UFC-Präsident Dana White nicht viel hält.

„Es wird sich nie ändern“, sagte White gegenüber TSN. „Wenn wir jetzt zum Beispiel eine 165-Pfund-Klasse einführen, bewirkt das nur, dass größere Kämpfe versuchen werden, 165 Pfund zu erreichen. Jeder sucht immer nach Vorteilen.“

Allein in diesem Jahr haben bereits 17 UFC-Kämpfer das Gewichtslimit für einen Kampf verpasst. Fünf davon waren letztendlich vom Weight-Cut so geschafft, dass sie am kommenden Tag nicht ins Octagon steigen konnten. Dabei sei es laut White möglich, gesund und sicher Gewicht zu machen.

„Es gibt Wege, Gewicht zu machen“, so White. „Es gibt sichere Wege, wissenschaftliche Wege. Ernährungsberater können dir damit helfen. Es wollen nur alle eine Abkürzung nehmen und es sich leicht machen. Aber es gibt keinen leichten Weg, wenn es ums Gewichtmachen geht.“

Auch wenn die Verantwortung laut White größtenteils in den Händen der Kämpfer liegt, arbeitet die UFC hinter den Kulissen an einer Besserung der Situation. Zum einen können sich Kämpfer im neuen UFC Performance Institute in Las Vegas kostenlos Hilfe von Experten holen, zum anderen werden die Kämpfer bereits zu Beginn der Fight Week von UFC-Mitarbeitern gewogen, um so festzustellen, ob man den Weight-Cut verglichen mit früheren Kämpfen mit einem eventuell zu hohen Gewicht beginnt.