Boxen

Cris Cyborg hofft auf Box-Kampf gegen Cecilia Braekhus

Cristiane "Cris Cyborg" Justino (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Cristiane Justino aka „Cris Cyborg“ hat trotz UFC-Titels ihre Träume von einem Box-Kampf noch nicht aufgegeben. Die Brasilianerin war in der Nacht zum Sonntag im kalifornischen Stubhub Center, als die „First Lady“ Cecilia Braekhus ihre WM-Titel gegen Kali Reis verteidigte. Justino wiederholte dabei ihren Wunsch nach einem Kampf gegen die Norwegerin.

„Ich glaube, dass es eine echte Herausforderung für mich wäre“, sagte die UFC-Championesse am Rande der Box-Veranstaltung in Carson. „Ich habe gerungen, ich habe im Jiu-Jitsu und Muay Thai gekämpft. Aber ich habe noch nie geboxt. Und ich will das noch machen, bevor meine Karriere endet.“

Dabei hat vor allem Braekhus das Interesse der 32-Jährigen geweckt. Braekhus ist in 33 Profi-Kämpfen ungeschlagen und hält den WM-Titel bis 147 Pfund in fünf Box-Verbänden. Die Norwegerin kolumbianischer Abstammung gilt als die unangefochten beste Boxerin der Welt. Justino ist der Meinung, dass sie mindestens sechs Monate trainieren müsse, um mit Braekhus mithalten zu können.

„Ich brauche natürlich Zeit, um zu trainieren. Vier bis sechs Monate etwa. Das könnte aber perfekt passen, denn ich habe nur noch zwei Kämpfe in meinem UFC-Vertrag stehen und könnte mich dann aufs Boxen konzentrieren. Wir könnten den ersten Box-Kampf gleich gegen Cecilia machen, aber ich brauche Vorbereitungszeit.“

Da Dana White und die UFC ins Box-Geschäft einsteigen wollen und aus diesem Grund mit Zuffa Boxing sogar eine neue Firma gegründet wurde, müsste Justino eventuell nicht einmal ihren Promoter wechseln. Der Ausflug ins Boxen soll aber nicht endgültig sein, der 32-Jährigen schwebt vor, nach einem Kampf wie Conor McGregor ins Octagon zurückzukehren.

„Ich will weiter mit der UFC zusammenarbeiten. Am besten wäre es, wenn ich boxen könnte und dabei trotzdem meinen UFC-Titel behalte, so wie es auch bei Conor McGregor der Fall war“, so Justino weiter. Genau wie McGregor vor seinem Kampf gegen Floyd Mayweather hat auch die Brasilianerin schon vorgesorgt und nennt bereits eine Lizenz der kalifornischen Box-Kommission ihr Eigen.

Derzeit steht nicht fest, wer die UFC-Weltmeisterin als nächstes im Octagon herausfordern darf. Die Brasilianerin liebäugelte zuletzt mit einem Kampf gegen Bantamgewichts-Champion Amanda Nunes, die am kommenden Samstag bei UFC 224 ihren Titel gegen Raquel Pennington verteidigt. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Kampf gegen die Siegerin des Kampfes zwischen Holly Holm und der früheren Invicta-Championesse Megan Anderson, die Anfang Juni bei UFC 225 aufeinandertreffen.

„Ich weiß wirklich nicht, wann sie meinen nächsten Kampf ansetzen. Schauen wir mal, wie sich Holly Holm gegen Megan Anderson schlägt und danach reden wir mal darüber, ob Amanda den Kampf annimmt oder nicht. Sie kocht gerade wieder auf 135 Pfund ab, also weiß ich nicht, ob sie in naher Zukunft den Kampf gegen mich machen will.“

Justino verteidigte ihren Titel zuletzt gegen Yana Kunitskaya im März. Gegen Holm konnte sie sich bereits im Dezember nach Punkten durchsetzen. Anderson wäre für Justino die erste Gegnerin in der UFC, die hauptsächlich im Federgewicht kämpft. Zuletzt stiegen immer wieder Bantamgewichte eine Gewichtsklasse nach oben.