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Anthony Joshua stoppt Carlos Takam vorzeitig

Im April dieses Jahres feierte Anthony Joshua einen spektakulären K.o.-Sieg gegen Wladimir Klitschko. Jetzt konnte er seine Siegesserie weiter ausbauen und Carlos Takam im ausverkauften Principality Stadium in Cardiff vorzeitig durch T.K.o. bezwingen. 

Der englische Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua hat seine Gürtel nach Version der IBF, IBO und WBA vor knapp 80.000 Zuschauern verteidigt. Mit dem Gewinn blieb der britische Olympiasieger auch weiterhin unbesiegt und feierte den 20. vorzeitigen Erfolg im 20. Profikampf. 

Dem Franzosen Carlos Takam ließ der 28-Jährige kaum eine Chance. Dieser sprang kurzfristig für den aufgrund einer Schulterverletzung ausgefallenen Pflichtherausforderer Kubrat Pulev ein.

Der deutlich größere und optisch athletischere Joshua bearbeitete den 36 Jahre alten Takam mit harten Haken, die einen Cut über dem rechten Auge des Franzosen öffneten. Zwar blutete auch Joshua aus der Nase, als Folge eines Kopfstoßes in der dritten Runde, nichtsdestotrotz war er der aktivere und aggressivere Boxer der beiden. In der vierten Runde musste Takam nach einem linken Haken zum Kinn angezählt werden. Trotzdem gab sich der Herausforderer nie auf, kämpfte verbissen weiter und suchte sein Glück mit linken Schwingern.

Im weiteren Verlauf kassierte er einige harte Fäuste, boxte jedoch immer wieder mit. Im zehnten Durchgang musste Takam dann vermehrt harte Haken und Uppercuts schlucken, schien davon auch durchgerüttelt. Eineinhalb Minuten vor Ende der 10. Runde brach Referee Phil Edwards dann das ungleiche Duell ab, um den Franzosen vor weiterem Schaden zu bewahren. Die Zuschauer quittierten den plötzlichen Kampfausgang mit Buhrufen.

Takam war mit dem Abbruch keinesfalls einverstanden und beschwerte sich lautstark beim Offiziellen. „Ich war noch voll da und wollte weiterkämpfen. Ich habe keine Ahnung, was der Referee da gesehen hat“, so der unzufriedene Herausforderer.

„Ich mache meine Arbeit im Ring, alles andere liegt nicht in meiner Hand“, erklärte Joshua im Abschlussinterview. „Ich denke, die Fans hätten lieber einen richtigen K.o. gesehen, aber dazu ist es durch den Abbruch leider nicht gekommen.“

Promoter Eddie Hearn gab daraufhin Preis, dass Joshua alle WM-Titel im Schwergewicht vereinigen will: „WBC-Weltmeister Deontay Wilder redet immer viel. Er sollte die Klappe halten und lieber trainieren, um dann endlich gegen Anthony Joshua zu boxen. Wir wollen alle Gürtel, das ist unser Ziel.“

Joshua konnte sich im April 2016 zum IBF-Weltmeister krönen, als er Charles Martin schlug. 2017 besiegte er Wladimir Klitschko spektakulär durch K.o. und sichere damit den WM-Gürtel der IBO sowie den Super-Champion-Titel der WBA.

Sollte es vorerst nicht zum Duell mit Wilder kommen, wäre ein Kampf gegen den Kölner Manuel Charr möglich. Dieser wird am 25. November in Oberhausen gegen den Russen Alexander Ustinov um den regulären WM-Titel der WBA boxen. Allerdings könnte sich auch WBO-Champion Joseph Parker auf dem Radar von Joshua befinden.